Es war auf gewisse Art schon eine Nacht der Überraschungen, denn der Oscar für den besten Film ging nicht, wie von vielen befürchtet, an "
Avatar", sondern an "
The Hurt Locker".
Kathryn Bigelows Irakkriegs-Drama räumte denn auch auf ganzer Linie ab und sackte zusätzlich noch Goldjungen für das beste Original-Drehbuch, die beste Regie, sowie den besten Schnitt, besten Ton und beste Tonabmischung ein. "Avatar" hingegen wurde nur in technischen Kategorien bedacht: Beste Kamera, beste Ausstattung sowie erwartungsgemäß für die besten visuellen Effekte.
An der Schauspielerfront wurden keine Experimente gemacht, hier bekamen so ziemlich alle Favoriten die begehrte Auszeichnung. Der Oscar für den besten Hauptdarsteller ging an Jeff Bridges für "Crazy Heart", beste Hauptdarstellerin an Sandra Bullock für "Blind Side". Die Nebendarstellerpreise gingen an Christoph Waltz für "Inglourious Basterds" und Mo'Nique für "Precious".
Einen Abend zuvor wurden auch die Razzies verliehen. Erstmals seit Halle Berry 2005 ihre goldene Himbeere für "Catwoman" in Empfang nahm, kam diesmal wieder eine Preisträgerin persönlich zu den sogenannten Anti-Oscars. Sandra Bullock nahm ihre "Trophäe" als schlechteste Darstellerin in "All About Steve" entgegen. Damit dürfte sie die erste Schauspielerin sein, die im gleichen Jahr einen Oscar und eine goldene Himbeere erhält.
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