Bruce Willis als namensloser Niemand "John Smith", der in einer verlassenen Kleinstadt an der Grenze zu Mexico zwei Gangsterbanden gegeneinander aufwiegelt, um auf die Schnelle "eine Handvoll Dollars" zu machen. Der neue Film von Action-Altmeister Walter Hill erinnert stark an alte Italo-Western-Schinken, obwohl die Story in den 30er Jahren angesiedelt ist. In seinem Film spielt die Handlung eine untergeordnete Rolle: An keiner Stelle erfährt der Zuschauer, woher der Held kommt, oder warum er das eigentlich tut. Die verstaubte Atmosphäre erinnert ein wenig an "Desperado", jedoch ohne die geniale Selbstironie dieses Streifens. Das Minimal-Drehbuch ist todernst gemeint und steigert sich mehr als einmal in Schießereien, die meistens in einem Bludbad enden, das natürlich immer nur unser Superschütze Smith überlebt. Diese kleinen Schnitzer vermindern das Wow-Feeling, wenn man das Kino verläßt, aber nur geringfügig. Wer auf klare Kino-Fronten (Der Gute gegen die Bösen) steht, sollte sich diesen Streifen auf jeden Fall reinziehen.