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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann zu 'Sleepers'

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Sleepers
Poster zu "Sleepers"Kinostart Deutschland: 30.01.1997

Drama

USA 1996, ca. 152 min.

FSK: ab 16, $44 Mio. Budget
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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann, veröffentlicht am 09.02.1997
Zweieinhalb Stunden gehen bei diesem Film vorbei, ohne daß man es merkt. Eine wirklich fesselnde Handlung nach einer (angeblich) wahren Geschichte des Autors Lorenzo Carcaterra. Regisseur war der durch die Filme "Good Morning Vietnam" und "Rain Man" bekannt gewordene Barry Levinson.

Eine Gruppe Jugendlicher wächst in "Hell's Kitchen", einem Arbeiterviertel von New York auf. Ihre einzige Vertrauensperson ist der Pater Bobby (Robert DeNiro), dem sie auch als Messdiener in deiner Kirche helfen. trotzdem besteht ihr Leben zu einem großen Teil aus Kriminalität, wenn auch nur im kleinen Rahmen: sie überbringen Schmiergelder an Polizisten und stehlen hier und da mal eine Kleinigkeit. Dieses schöne Leben verschwindet von einem Tag auf den anderen, weil sie durch einen Unfall einen Passanten schwer verletzen und zu einer Jugendstrafe verurteilt werden. Im Gefängnis werden die Jugendlichen von den Wärtern geschlagen, gefoltert und vergewaltigt, vor allem von Sean Nokes (Kevin Bacon). Nachdem sie ihre Strafe abgesessen haben, ist nichts mehr so wie vorher.
13 Jahre später im Jahre 1981: Thommy (Bill Crudup) und John (Ron Eldrad) leben immer noch in der gleichen Gegend. Eines abends entdecken sie ihren ehemaligen Peiniger in einer Bar ihres Viertels und töten ihn. Michael (Brad Pitt), der inzwischen Staatsanwalt geworden ist, bekommt den Fall zugesprochen und versucht nun mit Hilfe von Lorenzo (Jason Patric), der mittlerweile als kleiner Reporter sein Geld verdient, die Verhandlung vor Gericht so zu drehen, daß ihre beiden Jugendfreunde nicht verurteilt werden. Hierzu heuern sie den heruntergekommenen Anwalt Danny Snyder (Dustin Hoffman) als Verteidiger an, der lediglich vorgefertigte Texte vor Gericht vorlesen soll, um den Fall zu gewinnen. Auch Pater Billy soll noch eine wichtige Rolle bei der Inszenierung vor dem Richter spielen.

Es geht also doch. Man kann auch ohne große Special-Effects und an den Haaren herbeigezogene Gangstergeschichten einen spannenden Film drehen. Die einzigen Effekte sind wenige subjektive Kamerafahrten und die Verwendung von Schwarzweißmaterial. Vielleicht ist "Sleepers" auch gerade deswegen glaubwürdiger und fesselnder als andere Thriller. Dieser Film zeigt außerdem, daß Stille manchmal wesentlich mehr zur Atmosphäre beitragen kann als die noch so gut und passend ausgesuchte Musik.

Wertung von Heinz:
 95%
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