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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann zu 'Breakfast Club - Der Frühstücksclub'

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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann
veröffentlicht am 17.06.1997
95%
Einer der ersten Filme des Regisseurs John Hughes (Ferris macht blau, Kevin allein zu Haus), und irgendwie scheinen er und seine Mitarbeiter ein glückliches Händchen zu haben, was den Schauspielernachwuchs angeht: in "The Breakfast Club" taucht Emilio Estevez in seiner ersten größeren Rolle auf, im folgenden Jahr wirkte dann der damals noch unbekannte Charlie Sheen in "Ferris macht blau" als Nebendarsteller mit.

Samstag morgen in einer amerikanischen High-School: normalerweise bleiben an diesem Tag die Schüler daheim, aber fünf von ihnen müssen aus verschiedenen Gründen zum Nachsitzen antreten. Es sind: der "Muskelprotz" Andrew Clark (Emilio Estevez, Young Guns, Loaded Weapon), der "Freak" John Bender (Judd Nelson), der "Schlaukopf" Brian Johnson (Anthony Michael Hall), die "Prinzessin" Claire Standish (Molly Ringwald) und die "Ausgeflippte" Allison Reynolds (Ally Sheedy).
    Eigentlich wollte Richard Vernon (Paul Gleason), der Lehrer, der sie zu dieser unfreiwilligen Freizeitgestaltung gezwungen hat, die Schüler bestrafen, indem er sie dazu zwingt, an diesem Tag über sich nachzudenken, aber es kommt ganz anders als er es sich erhofft hat. Nach anfänglichen Streitereien zwischen den Jugendlichen lernen diese sich nämlich besser kennen und freunden sich über alle bestehenden Vorurteile und "gesellschaftlichen Verpflichtungen" hinweg an. Sie erkennen, warum sie sich so verhalten wie sie es tun, und sehen im Gespräch miteinander auch sich selbst in einem anderen Licht.

Es wäre kein echter Teeniefilm, wenn die Schüler nicht am Ende als Sieger das Feld verlassen würden, aber es ist mehr als nur eine normale Teenagerkomödie. Der Film ruft zur Toleranz gegenüber Menschen auf, die anders sind als man selbst, oder besser: die anders sind als das Idealbild des gesellschaftliche Umfeld der einzelnen Charaktere. Die Personen sind so unterschiedlich, sich aber in den Grundzügen ihres Wesens trotzdem sehr ähnlich.
    Hughes schafft es die Jugendlichen über ihre Probleme reden zu lassen, ohne daß es auch nur ein einziges Mal gekünstelt oder schmalzig wirkt. Hut ab!

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