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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann zu 'Hudsucker - Der Große Sprung'

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Partner von Fantastic Zero
Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann
veröffentlicht am 31.12.1997
95%
"Hudsucker" war der erste Film, den Joel und Ethan Coen mit einem richtigen Budget drehen konnten, nachdem sie in Insiderkreisen mit Filmen wie "Blood Simple" bereits großes Ansehen gewonnen hatten. Den endgültigen Durchbruch schafften die beiden dann zwei Jahre später mit "Fargo". "Hudsucker" handelt vom schnellen Aufstieg aber auch dem schnellen Fall in der Wirtschaftswelt.

Norville Barnes (Tim Robbins, demnächst in Nix zu Verlieren) kommt frisch vom College in die große Stadt und sucht Arbeit. Leider findet er trotz seiner guten Zeugnisse nur einen Job als Bote bei Hudsucker, einem riesigen Wirtschaftsimperium. Aber er ist zuversichtlich: obwohl bei Hudsucker alle Menschen wie Dinge behandelt werden, die bei mangelnder Leistung problemlos ausgetauscht werden können, glaubt er an die Zukunft, denn er hat etwas erfunden wovon er sich den großen Aufstieg verspricht.
    Seine große Chance kommt, als er einen mysteriösen blauen Brief bei Sidney J. Mussburger (Paul Newman), einem Mitglied der Vorstandsetage abgeben soll (die sich übrigens im 44. Stock befindet). Der junge Mann kommt Mussburger wie gerufen, denn er scheint der optimale Nachfolger für Waring Hudsucker (Charles Durning) den Gründer der Firma zu sein, der sich kurz zuvor das Leben genommen hat. Und das nicht wegen seiner Qualifikation, sondern weil er ein Idiot zu sein scheint, und genau so jemanden sucht die Vorstandsetage, weil der Verstorbene angeordnet hat, daß seine Aktien (immerhin über 80% des Imperiums gehörten ihm) verkauft werden sollen, und durch einen Idioten im Chefsessel fallen die Aktien bestimmt ins Bodenlose, so daß sie billig aufgekauft werden können.
    Auch die Presse interessiert sich für die eigenartige Personalpolitik in der Firma. Die erfolgreiche Reporterin Amy Archer (Jennifer Jason Leigh), die sogar schon den Pulitzer Preis gewonnen hat, schafft es unerkannt bis in die Chefetage vorzudringen und sogar einen Undercover-Job als Sekretärin bei Norville zu bekommen.

Was, der Plot hört sich abgekaut und unlustig an? Stimmt, aber das ist bei diesem Film auch gar nicht wichtig. Die Geschichte dient nur als Aufhänger für zahllose Gags und Anspielungen, wofür sich die Story eines jungen erfolglosen Mannes der die Karriereleiter hinauffällt verdammt gut eignet, man kann sogar fast behaupten, daß es zu einem Gag Overload kommt.

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