Was 1984 mit dem noch heute sehr beliebten Spielzeug und einer TV-Serie begann, vor Kurzem mit Werbespots eines französischen Automobilherstellers eine Renaissance erlebte, wird nun endlich mit allen Mitteln der modernen Technik auf die große Leinwand gebracht.
Eigentlich ist Sam Witwicky (Shia LaBeouf) in vieler Hinsicht, ein völlig normaler Teenager. Er interessiert sich für Mädchen und Autos, aber die Schule langweilt ihn. Nichts ahnend, hat er jedoch schon bald größere Aufgaben zu bewältigen. Sein erstes, (von Daddy gesponsertes) Auto, ein etwas in die Jahre gekommener 1976er Chevy Camaro, entpuppt sich zwar zunächst als enttäuschender Fehlkauf, aber als die hübsche Mikaela (Megan Fox) eine Mitfahrgelegenheit braucht, bewährt sich der Wagen auf seine eigene und störrische Art als durchaus erfolgreicher Kuppler.
Schon in derselben Nacht entdeckt Sam die wahre Natur seines Wagens und steht vor der größten Herausforderung seines Lebens. Zusammen mit den restlichen Autobots, welche vom weisen und gütigen Optimus Prime angeführt werden, muss er sich dem unbarmherzigen Megatron und seinen Decepticons stellen. Denn seit Jahrhunderten tobt ein unerbittlicher Krieg zwischen diesen beiden außerirdischen Roboterrassen um die ultimative Macht- und Energiequelle, dem "Allspark". Der Krieg führte zur Vernichtung ihres Heimatplaneten, und auf der Suche nach dem verschollenen Allspark, landeten beide Seiten nun auf der Erde. Es beginnt der finale Wettlauf, zwischen den guten Autobots und den alles vernichtenden Decepticons, in deren Schusslinie sich die Menschheit befindet.
Als "Créateur D’Automoblies" zeichnen sich Steven Spielberg als Produzent und Michael Bay als Regisseur aus, dessen Actionstil für diesen Film wie die Faust aufs Auge passt.
Durch die TV-Serie, die immense Fangemeinde und nicht zuletzt die Herstellerfirma Hasbro liegt die Messlatte sehr hoch, und dennoch schafft es der Film, eine gelungene Mischung aus Humor, Action, Effekten und einer guten Geschichte herzustellen. Die Roboter, welche aus tausenden animierten Einzelteilen bestehen, wirken nicht nur äußerst realistisch, sondern durch ihre verschiedenen charakterlichen Eigenschaften auch sehr menschlich. Es passiert ja auch nicht alle Tage, dass riesige Roboter sich in einem Vorgarten und um ein Haus rum verstecken, nur damit ihr Schützling keinen Stubenarrest erhält.
Hätten weniger von den Materialschlachten in gehäckselten Nahaufnahmen geendet, dann könnte man alles viel besser genießen und vor allem bestaunen. Außerdem kann man die unsinnige Nebengeschichte um die beiden Hacker Maggie Madsen (Rachael Taylor) sowie Glen Whitmann (Anthony Anderson) weglassen, da sie nichts wirklich Produktives zur Story beisteuern. Ebenfalls nervig ist die Hardrock-Musik bei manchen Verfolgungsjagden, anstatt des im Film guten Scores von Steve Jablonsky.
Fazit: Transformers ist nicht nur der Action-Blockbuster dieses Sommers, sondern schlichtweg "Technik die Begeistert". Generationen übergreifend, ein guter Grund für Papa und Sohnemann, mal wieder "einen drauf zu machen". Mehr konnte man von dieser Umsetzung wirklich nicht erwarten.