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Kritik von Martin Zopick zu 'Insignificance - Die verflixte Nacht'

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Kritik von Martin Zopick
veröffentlicht am 13.05.2018
85%
Ein herrlich witziges Gedankenkonstrukt, in dem Regisseur Nicolas Roeg seine Ehefrau Theresa Russell als Marilyn Monroe Kopie in den Mittelpunkt stellt.
In einem New Yorker Hotel treffen vier Berühmtheiten der 50er Jahre auf einander: Marilyn Monroe, die Sexgöttin, hat gerade ihre weltberühmte Szene, in der sie im weißen Kleid auf dem U-Bahnschacht steht, abgedreht. Sie trifft Albert Einstein (Michael Emil) das Nobelpreisgenie ("e ist gleich m mal c Quadrat"). Der berühmt berüchtigte Kommunistenjäger Joe McCarthy (Tony Curtis), der versuchte eine ganze Generation von Künstlern mit seiner schwarzen Liste mundtot zu machen und Marilyns kurzfristiger Ehemann Joe DiMaggio (Gary Busey), der Baseball Champion.
Pfiffige Dialoge beleuchten die Hintergründe der Biographien der Figuren. Schnelle Schnitte (Roeg ist gelernter Cutter) eröffnen neue Vorstellungsräume.
Ein Highlight des Films ist die Szene, in der Marilyn Albert die Relativitätstheorie mit Spielzeug und Luftballon erklärt ('Sie hat's auswendig gelernt!'). Das ist interessant, geistreich und überaus amüsant gemacht. Dagegen ist ein Schlag von McCarthy in Marilyns Magengrube ein Schocker, der wohl eher symbolischer Art ist. Auch wenn daraus folgend eine Fehlgeburt angedeutet wird. Bevor alles in einer Explosion von Feuer und Blut untergeht, wirft Albert seine Aufzeichnungen aus dem Fenster.
Der Charme, der den Zauber dieser Nacht verstreut, lässt immer noch Platz für eigene Entdeckungen und Gedanken über Ruhm und Nachhaltigkeit: ein Bild von Picasso an der Wand, zeigt Mutter und Kind, die Taschenuhr zeigt die Abwurfzeit der Hiroshima Bombe und der Fahrstuhlführer (stammt aus dem 'Kuckucksnest') und sinniert über den Sinn der Welt. Bedeutungslos - wie es der Titel verheißt - ist das alles aber keineswegs. Unterhaltung zum Genießen.
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