Spannendes Duell.
Ryan Gosling ("
Mord nach Plan") ist einer der besten Schauspieler seiner Generation. Gleiches kann man über
Anthony Hopkins sagen. Entgegen der üblichen Konstellation stellt sich die Frage nach dem Mörder hier überhaupt nicht. Ingenieur Ted Crawford (Hopkins) hat versucht seine Frau zu erschießen. Jetzt liegt sie im Koma. Willy Beachum (Gosling) ist ein ehrgeiziger junger Staatsanwalt und weiß darüber Bescheid. Doch die vermeintlich einfache Anklagerhebung endet für ihn in einen totalen Desaster. Der alte Mann hat sich nämlich vorher jeden seiner Züge genau überlegt. Sobald er freigesprochen ist, wird Crawford "den Stecker ziehen" - und so mit seiner Tat davonkommen. Nun ist es an Beachum den einen Fehler zu finden, der das perfekte Kartenhaus zum Einsturz bringt. Wenn er denn existiert.
Viele durchkonstruierte Thriller gerieren sich cleverer als sie eigentlich sind. "Das perfekte Verbrechen" macht diesen Fehler nicht. Und der Plot ist stark. Hopkins glänzt in seiner Paraderolle als sinistrer Bösewicht und Gosling spielt seinen Charakter mit fast schon beängstigender Intensität. Der düstere, stellenweise ein wenig langatmige Film, setzt die beiden Kontrahenten gut in Szene und ist insgesamt äußerst unterhaltsam. Sehenswert.