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Kritik von Elke König zu 'Das perfekte Verbrechen'

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Partner von Entania
Kritik von Elke König
veröffentlicht am 15.06.2010
95%
Ted Crawford (Anthony Hopkins) ist mit der wunderschönen und jungen Jennifer (Embeth Davidtz) verheiratet. Doch das Glück ist getrübt: Sie hat eine Affäre mit dem Polizisten Rob Nunally (Billy Burke). Jennifer ist ihm stets anonym geblieben und so erschrickt Rob, als dieser zu eine Geiselnahme gerufen wird. Es ist nichts Geringer als Ted, der nur mit ihm verhandelt und sofort zugibt, dass er seine Frau erschossen hat. Rob jedoch nimmt es kaum zur Kenntnis und eilt zu seiner Geliebten, die er sofort erkennt.

Der Fall scheint für den Staatsanwalt Willy Beachum (Ryan Gosling) klar zu sein. Er hat schon die Gedanken an seine neue lukrative Karriere in der Privatwirtschaft, als er blöderweise noch diesen Fall auf den Tisch bekommt. Eher (nach)lässig geht er an die Sache heran und merkt schnell, dass etwas faul ist. Ted Crawford will sich selbst verteidigen und plädiert für ein schnelles Verfahren. Und da Willy eh schon mit seiner neuen Chefin Nikki Gardner (Rosamund Pike) auf Tuchfühlung geht und es kaum erwarten kann, sein Büro zu verlassen, stimmt er ein.

Doch so einfach ist es nicht: Das unterschriebene Geständnis ist ungültig, die scheinbare Mordwaffe entpuppt sich als eine unbenutzte Waffe und zudem plädiert Ted Crawford auf unschuldig. Willy muss sich nun allmählich entscheiden, was er will. Eine schnelle Verhandlung mit einer Niederlage und dem Wissen, dass ein Mörder freikommt, oder die akribische Suche nach dem Fehler im scheinbar "perfekten Verbrechen".

Mein Fazit: Spannend bis zum Schluss. Anders kann man es bei diesem Film nicht sagen. Dem Zuschauer wird ein interessantes Katz- und Mausspiel zwischen dem Staatsanwalt (von Ted Crawford liebevoll "Sportsfreund" genannt) und Ted Crawford, der sich während der Verhandlung eher desinteressiert und absolut laienhaft verhält. Aber im entscheidenden Moment hat er die richtige Trumpfkarte und Willy wird klar, dass er in ein perfides Spiel um Macht geraten ist.

Ryan Gosling hat die Rolle des Staatsanwalts toll gespielt. Am Anfang wird er natürlich als Jurist auf der Überholspur darsgestellt. 97% Quote! Die übrigen - unsicheren - Fälle hat er an die Kollegen abgeschoben. Damit konnte er in der Kanzlei von Nikki Gardner glänzen und ihm wird ein lukrativer Job angeboten. Das Büro wird schon eingerichtet, der Vertrag ist schon so gut wie unter Dach und Fach. Und dann kommt ihm scheinbar dieser leichte Fall auf den Tisch. Er stellt sein gesamtes bisheriges Leben auf den Kopf, er beginnt darüber zu grübeln, was er bisher falsch gemacht hat. Er hat seine Identität bei der Staatsanwalt noch nicht gefunden.

Der Gegenspieler, Ted Crawford, herrlich gespielt von Anthony Hopkins, ist ein alter reicher Mann, der noch einmal Glück hatte, eine so schöne und junge Frau zu bekommen. Aber er ist tief verletzt und sinnt auf Rache, als er entdeckt, dass seine Frau ihn betrügt. Er hat das perfekte Verbrechen geplant und beginnt alles akribisch genau abzustimmen.

Diese Figuren und dazu noch die spannende Geschichte bieten dem Zuschauer Unterhaltung auf höchstem Niveau. Die Frage, wo die Mordwaffe ist, wird bis zum Schluss offen gelassen und das ist auch der Kern der Geschichte. Und trotz aller Planung hat Ted Crawford doch noch etwas vergessen, aber was, das lasse ich offen.

Ingsamt bekommt der Film 95% von mir und ich würde ihn mir bei Gelegenheit noch einmal ansehen wollen.

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