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Kritik von Dirk Hoffmann zu 'Die Uhr ist abgelaufen'

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Kritik von Dirk Hoffmann
veröffentlicht am 17.08.2017
60%
Mit "Winchester 73" (1950), "Meuterei am Schlangenfluss" (1952), "Über den Todespass" (1954) und "Der Mann aus Laramie" (1955) haben Schauspieler James Stewart und Regisseur Anthony Mann ("El Cid"), bereits mehrere sehr erfolgreiche Western miteinander realisiert, "Die Uhr ist abgelaufen" sollte 1957 die Zusammenarbeit fortsetzen. Doch da Stewart darauf beharrte, seine Talente als Sänger und vor allem Akkordeonspieler in Szene zu setzen, wofür Mann nicht zu haben war, sprang der routinierte Regisseur ab und überließ dem Neuling James Neilson den Platz auf dem Regiestuhl. Herausgekommen ist ein durchaus unterhaltsamer, aber kaum spektakulärer Western, der nun im Rahmen der "James Stewart Western Collection" bei Koch Media erstmals auf Blu-ray erscheint.
Seit der Sicherheitsbeauftragte Grant McLaine (James Stewart) von der Eisenbahngesellschaft entlassen wurde, weil er einen Raubüberfall gedeckt haben sollte, zieht verdient er sich seinen Lebensunterhalt als reisender Akkordeonspieler. Momentan macht er Station in einer Siedlung, in der die Streckenarbeiter seit Wochen auf ihren Lohn warten, weil die Banditen um Whitey Harbin (Dan Duryea) und The Utica Kid (Audie Murphy) dreimal hintereinander den Zug mit den Löhnen überfallen haben. Um die Zugräuber beim nächsten Transport ins Leere laufen zu lassen, heuern sie McLaine erneut an, zunächst nur für die Verwahrung der zehntausend Dollar. Tatsächlich wird der Zug ein weiteres Mal überfallen, und bevor McLaine aus dem Zug geschmissen wird, kann er das Geld dem kleinen Waisenjungen Joey zustecken. Harbin und seine Leute nehmen Verna (Elaine Stewart), die Frau von Grants Ex-Chef Ben Kimball (Jay C. Flippen) als Geisel, bis sie die Gelder ausgehändigt bekommen haben. McLaine versucht nun, bei Harbins Bande anzuheuern, wo gleich bekannt wird, dass McLaine und The Utica Kid Brüder sind. Das Misstrauen zwischen den Brüdern will sich Harbin zu Nutzen machen ...
Auch wenn Regisseur James Neilson zuvor nur fürs Fernsehen gearbeitet hat, gelingt ihm mit seinem Kinodebüt ein unterhaltsamer Western, der sich ganz auf die Star- (und musikalischen) Qualitäten von James Stewart fokussiert, der in Audie Murphy ("Zur Hölle und zurück", "Denen man nicht vergibt") einen wortgewandten, höflichen Gegenspieler findet. Davon abgesehen bleiben sowohl die Führungsgestalten der Eisenbahngesellschaft als auch die Gangster sehr eindimensional gezeichnet. Mit viel Humor, sehenswerten Bildern von der Eisenbahnfahrt und einem ausgezeichneten Score von Dimitri Tiomkin ("Zwölf Uhr mittags", "Bei Anruf Mord") entstand mit "Die Uhr ist abgelaufen" ein ganz konventioneller Western, der im Finale auch ein klassisches Shootout bietet.
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