Größer, böser, blutiger - tja ... so könnte man Teil 3 der Reihe beschreiben. An sich ist die Story okay: Während die Polizei nach einer Reihe weiterer Opfer fieberhaft nach dem Jigsaw-Killer fahndet, erfreut sich dieser bereits an einem neuen sadistischen Spiel. Seine ergebene Schülerin Amanda hat im Auftrag ihres todkranken Meisters die Ärztin Dr. Lynn Denlon in ein leer stehendes Lagerhaus entführt und mit einem hochexplosiven Halsband versehen. Dort soll sie den sterbenden Jigsaw so lange am Leben erhalten, wie das ebenfalls gekidnappte Opfer Jeff benötigt, um einen mörderischen Parcours zu durchlaufen, den das Mastermind mit perversen Überraschungen gespickt hat. Setzt Jigsaws Herzschlag aus, bevor Jeff zurückkehrt, explodieren die Sprengladungen an Dr. Denlons Körper.
Ich meine, auch Jigsaw ist wohl einer der Inbegriffe vom Bösen. Aber irgendwie geht der Story so ein bisschen die Puste aus. Nach dem genialen ersten Teil der schwache zweite und nun der mäßige dritte.
Klar, brutaler und blutiger geht's hier zu. Aber anstatt das Hirn auf die Kamera zu spritzen, hätte man ein wenig davon in die Story stecken sollen.
Die nämlich plätschert wie bei Teil 2 nebenher und fügt sich nur lose ein - klar, am Ende gibt alles einen Sinn, aber irgendwie finde ich es schade, dass die Filme in sich nicht wirklich schlüssig sind. Saw ist keine Reihe wie "Herr der Ringe", wo nur das Gesamtpaket einen Sinn geben sollte - das sollte man bedenken. Dass die Hintergrundstory in allen Teilen verfolgt wird, ist ganz toll - schade bloss, dass dabei die Story an sich vernachlässigt wird. Um in Fleischsprache zu bleiben: Brutal und blutig - aber nich wirklich durch(dacht).