Als einen Cameobezeichnet man einen kurzen Auftritt einer bekannten Persönlichkeit in einem Film. Zum Beispiel waren im Kinofilm "Starsky & Hutch" die beiden Hauptdarsteller der Serie kurz zu sehen. Die Cameo-Darsteller müssen aber nicht unbedingt Schauspieler sein, oft tauchen auch andere Prominente wie Musiker oder Sportler auf.
Durch einen sowjetischen Überläufer erfahren die westlichen Geheimdienste, daß der kubanische Agentengruppe Topas über geheime NATO-Informationen verfügt. Der Franzose Devereaux (
Frederick Stafford) sowie der CIA-Mann Michael Nordstrom (
John Forsythe) sollen die undichte Stelle finden.
"Topas" ist ein Agententhriller mit einigen typischen Hitchcock-Szenen und einer interessanten mehrschichtiger Story, die aber irgendwie etwas unfertig, nicht ganz zu Ende gedacht wirkt. Dies gilt neben der sehr europäischen Besetzung (u. a. Michel Piccoli, Karin Dor, Philippe Noiret) auch als einer der Hauptgründe für den eher geringen Erfolg des Films an den Kinokassen und bei den Filmkritikern in den USA. Das Ende empfinde ich als äußerst unbefriedigend und ist wohl vor allem dem amerikanischen Markt geschuldet. Hitch bezeichnete es selbst nur als Kompromiß, wobei mir sein ursprüngliches Ende zwar besser gefällt, es aber auch nicht wirklich das tolle Finale darstellt (im Fernsehen waren offensichtlich schon verschiedene Fassungen zu sehen). Aus heutiger Sicht ist "Topas" wohl etwas angestaubt, teilweise amüsant (Boah! Eine Kamera mit Fernauslöser ...), dennoch ist dieses Spätwerk des Meisters (wenn es auch zweifellos nicht sein Meisterwerk ist) für Filmfans allemal sehenswert, in der Geschichte hätte aber deutlich mehr Potential gesteckt. Die reinen Fans des heutigen Action- bzw. Agentenfilms können getrost auf "Topas" verzichten.
P.S. Einer der witzigsten Hitchcock-Cameos.