Noch immer läuft der Krieg der Menschen gegen die Maschinen. Ein entscheidender Kampf
scheint in wenigen Stunden anzustehen, denn die Maschinen stehen nur wenige Kilometer über der
unterirdischen Stadt Zion, der letzten Zufluchtsstätte der Menschheit. Es gibt zwei
Wege: den direkten Kampf Mensch gegen Maschinen, oder den Weg durch die Hintertür, den
Neo, Morpheus und die anderen Besatzungsmitglieder der Nebuchadnezzar gehen wollen.
Nachdem Neo (Keanu Reeves) seinen persönlichen Kampf gegen die Agenten der
Matrix vorerst gewonnen hat, ist der Krieg gegen die Maschinen noch lange nicht
gewonnen. Im Gegenteil: die wenigen überlebenden Menschen, die sich in der unterirdischen
Stadt Zion verschanzt haben, sind in Gefahr, denn die Maschinen haben diese
Zufluchtsstätte ausgemacht und bewegen sich Meter für Meter durch die Erde dorthin
vor. Nur noch wenige Stunden, dann werden sie Zion erreicht haben.
Viele sehen in Neo die einzige Chance auf Rettung, aber nicht alle. Das Militär nämlich
will die Maschinen mit konventioneller Waffengewalt besiegen, während vor allem
Morpheus (Laurence Fishburne) und Trinity (Carrie-Anne Moss) die Rettung
eher auf dem Weg durch die Matrix sehen, die Neo mittlerweile besser beherrschen kann, als
jeder andere. Doch auch in der Matrix hat sich einiges getan: die altgedienten Agenten
sind nicht mehr die einzigen Gegner, es sind einige hinzugekommen. In erster Linie
Agent Smith (Hugo Weaving), den Neo eigentlich schon besiegt hat, der sich
mittlerweile heimlich in der Matrix aufhält, erweist sich als erbitterter Gegner.
Alles in allem ist "Matrix - Reloaded" eine angemessene Fortsetzung des
ersten Teils. Klar, den selben Zauber wie der
erste Teil konnte man ja von vornherein nicht erwarten, das Geheimnis der Matrix ist
ja schließlich gelüftet. Dafür vertieft der Film das Verständnis der "echten Welt", was
im ersten Teil (aus naheliegenden Gründen) zu kurz gekommen ist. Die mittlerweile oft
kopierten Tricks Kameraeinstellungen bei den zahlreichen Kampfsequenzen sind gut umgesetzt,
und auch sonst gibt es optisch wenig auszusetzen. Aber nicht nur das Verständnis für
die reale Welt wird vertieft, der Film gibt auch einen tieferen Einblick in die
Funktionsweise der Matrix, insbesondere über die Agenten und andere autonome "Programme".
Die Stimmung des Filmes, insbesondere der Aufbau der Stadt Zion sowie die Hierarchie
beim Militär und der Regierung, haben mich irgendwie an Star Trek erinnert, das einzige,
was wirklich traurig ist, ist das Ende des Filmes, das doch sehr plötzlich und unerwartet
mit den Worten "wird fortgesetzt" kommt. Aber es dauert ja nicht mehr lange, der
dritte Teil wird schon im November in den Kinos
anlaufen. Insgesamt also ein guter Film, nicht nur für Fans,
man sollte aber zum Verständnis den ersten Teil gesehen haben. Noch ein kleiner Tip am
Rande: es lohnt sich im Kinosaal zu warten bis der Abspann zu Ende ist, denn dann kann man
schon einige Bilder aus dem dritten Teil "Revolutions" sehen!