John Hughes ist wohl so etwas ähnliches wie der König der Teenagerkomödien. Ein Jahr nach "
Breakfast Club" drehte er "Ferris Macht Blau", und beide sind keine einfachen Popcornkomödien sondern haben durchaus eine Aussage.
An einem wunderschönen, sonnigen Tag wacht Ferris Bueller (Matthew Broderick, Opfer von Jim Carrey in "Die Nervensäge") auf und beschließt, heute nicht zur Schule zu gehen. Aber zwei Dinge möchte er dabei nicht: den Tag alleine verbringen und einfach nur schwänzen, nein, er möchte diesen Tag zu etwas besonderem machen.
Das erste Hindernis sind die Eltern, aber die hat er schnell davon überzeugt, daß er krank ist und daheim bleiben muß. Kaum sind sie aus dem Haus, ruft er seinen Freund Cameron Frye (Alan Ruck) an und überredet den eingebildeten Kranken, etwas zu unternehmen. Er schafft es mit der Hilfe von Cameron auch, seine Freundin Sloane Peterson (Mia Sara) aus der Schule zu bekommen, obwohl der herrlich spieße Schuldirektor Ed Rooney (Jeffrey Jones) bereits eine Vorahnung hat. Leider war Cameron bei der Täuschung des Schulleiters aber nicht ganz so perfekt wie Ferris sich das vorgestellt hat, also sind sie gezwungen, sich den Ferrari von Camerons Vater auszuleihen (aber dazu lässt man sich gerne zwingen, oder?).
Nun zum zweiten, was Ferris nicht will: einfach nur blau machen ist nicht! Also sind Baseball, Restaurants, Museen und anderes angesagt, Dinge eben, die man - gerade als Schüler - nicht jeden Tag hat. Es läuft zwar nicht alles so glatt wie es möglich wäre, aber Ferris schafft es immer wieder aufs Neue, unfreundliche Kellner umzustimmen und auch die anderen Schwierigkeiten aus dem Weg zu schaffen.
Der freie Tag soll aber nicht nur Spaß machen, sondern außerdem Cameron, dessen Leben wohl nur aus den Streitigkeiten seiner Eltern besteht, zeigen, daß es sich zu leben lohnt; daß es mehr im Leben gibt als Streit und Schule, und daß es sich durchaus lohnen kann, in den Tag hinein zu leben.
Carpe Diem - Nutze den Tag also, genau wie in "Club Der Toten Dichter".