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Kritik von Tobias Lischka zu 'Krieg der Sterne'

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Kritik von Tobias Lischka
veröffentlicht am 07.02.2011
100%
Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis.

Man schreibt das Jahr 1977 - und ein völlig unbekannter namens George Lucas bekommt die Rechte an "Star Wars - A New Hope" welcher wie eine Bombe an den Kinokassen einschlug und sich über Nacht als soziales Phänomen entpuppte. Und dieses Phänomen hält auch bis heute an, entgegen der Meinung einiger scharfer Zungen, die dies einfach behaupten. Star Wars ist auch bis heute noch in allen Bevölkerungsteilen und bei Millionen Fans in aller Munde, trotz der ersten beiden neuen Episoden. Und die gedrehte Fortsetzung von "Star Wars - A new hope" gilt heute nicht umsonst als der wahrscheinliche beste Sci-Film aller Zeiten, zusammen mit Ridley Scotts "Alien" und "Blade Runner" bzw. Camerons "Terminator 2". Aber "Star Wars" ist nicht nur ein erzähltes, simples Märchen, es steckt viel mehr dahinter, die alte Trilogie outet sich als Parabel auf die globalisierte Weltgesellschaft, in der der Kampf zwischen Gut und Böse tobt, also der Kampf zwischen den Mächten, die für den Frieden einstehen und denjenigen, die sich für Krieg, Chaos und Zerstörung stark machen, notfalls in Form einer Diktatur, und dieser Kampf wird wohl nie ein Ende finden. Daher ist die gewählte Form eines Märchens, um diese Botschaft zu transportieren, adäquat. Die Thematik, mit der sich die Macher beschäftigt haben, wird immer zeitlos bleiben. George Lucas bemerkte ja schon passenderweise: "technology won't save us." Früher wurden Grimms Märchen und andere Sachen vorgelesen, heute werden die erzählten Botschaften aus diesen Märchen in "Star Wars" transportiert. An andere Generationen weitervererbt, und können daher ihre Wirkung gar nicht verfehlen.
"Krieg der Sterne - eine neue Hoffnung" unterhält auch noch heute bestens, und selbst die mittlerweile leicht angestaubte Trick-Technik kann daran nichts ändern. Das liegt vor allem daran das sämtliche Charaktere in Star Wars als Lebewesen aus Fleisch und Blut erkennbar und mit Herz, Charme, Witz und Seele ausgestattet sind. Nur extrem hartherzige mögen einen C-3PO nicht, welcher die Fähigkeiten eines Dolmetschers vorweisen kann und auch feinste Manieren an den Tag legt, was dem Menschsein sehr sehr nahe kommt; und seinen treuen Kumpel R2D2, der durch Kenny Bakers Performance erst zum leben erwacht und sich in die Herzen spielt.
Harrison Ford in der Rolle des Han Solo spielt einen dieser abenteuerhaften Charaktere, welcher man auch noch heute selber gerne wäre, das heisst verwegen, zynisch, abenterlustig, unabhängig, schlitzohrig und humorig. Und das was er in seiner Performance abliefert, auch in der Fortsetzung, ist verdammt schwer wieder zu erreichen, da er zeitweilen nämlich besser als Errol Flynn agiert.
Mark Hamill gibt einen zu anfangs gutmütigen, naiven Grünschnabel, der zur Hoffnung der Rebellen wird. Carrie Fisher als Prinzessin überzeugt mit an den Tag gelegter Kratzbürstigkeit und Charme und Chuzpe.
Und Alec Guinness als gealterten Obi Wan zu gewinnen, kann wirklich als Coup bezeichnet werden. Niemand besseres, außer vielleicht weniger als eine Handvoll Schauspieler, könnte Obi Wan Weisheit und Würde verleihen.
Und die Figur des schwarzen Lords Darth Vader, ambivalent gezeichnet, hart, kompromiss- und rücksichtslos, scheinbar ohne Herz von David Prowse gespielt, ist immer noch einer der großartigsten Bösewichter der Filmgeschichte. Die düstere Ausstrahlung des Darth Vader zieht auch heute noch in den Bann und verleitet so manchen dazu, sich selber der dunklen Seite anschließen zu wollen.

Alle diese Charaktere sind Teil der Exposition, und es ist in diesem Falle vermessen von Längen zu sprechen, die sich in angeblich in den Film einschleichen sollen.
Lucas führt seine Charaktere Schritt für Schritt ein, lässt sich Zeit und Ruhe, entwickelt diese nach und nach und macht diese psychologisch greifbar. Was bitter nötig für den weiteren Verlauf und die nächsten zwei Episoden ist. Sind alle erstmal eingeführt, geht es dementsprechend richtig rund.
Die Handlung ist schnell erzählt: Eine Gruppe von aufrechten Rebellen wehrt sich gegen die brutale Unterdrückung der Weltallbewohner durch das Imperium. Der finstere Darth Vader (David Prowse) befehligt unter dem Imperator die Truppen des Imperiums und ist für die Umsetzung der Pläne zum Bau des Todessterns von General Tarkin (Peter Cushing) zuständig. Mit Hilfe des Todessterns sollen die letzten Widerstände gegen das Imperium beseitigt und die totalitäre Regierung des Imperiums endgültig gefestigt werden. Der Galaxis würde ein böses Schicksal drohen. Prinzessin Leia (Carrie Fisher), die im Dienste der Rebellen steht, nimmt die Pläne des Todesstern an sich und speichert sie kurz vor der Gefangennahme durch imperiale Sturmtruppen in R2-D2 (Kenny Baker), der zusammen mit C3P0 (Anthony Daniels) die Flucht antritt . Nach einigen Umwegen inkl. Bantas und Jawas gelangen die wichtigen Daten in die Hände des mittlerweile gealterten und bekannten Jedi-Ritters Obi-Wan Kenobi (Alec Guinness), der sich schließlich mit Hilfe von Luke Skywalker (Mark Hamill) und Han Solo (Harrison Ford) auf den Weg macht, das Imperium aufzuhalten. Mit Unterstützung des legendären rasenden Falken.
Der Rest ist bekannt und nicht umsonst ein Mythos.
Es sind noch immer grandiose Kulissen, atemberaubende Weltraumschlachten, bahnbrechende Special Effects und das wichtigste, eine spannende, einfache, nachvollziehbare, aber nicht zu einfache Geschichte vorhanden, welche auch mit Überraschungen nicht geizt. Und alle diese Zutaten bilden den Rahmen für einen bis heute unerreichten Film und meiner Meinung nach noch besseren Fortsetzung.
Und selbst wenn die Technik auf Grund einiger Meinungen nicht mehr zu hundert Prozent perfekt ist, who cares, einfach die strenge Literatenbrille fallen lassen, Stift und Papier zur Seite legen, das Herz wieder öffnen und den nostalgischen Flair genießen. Die Technik ist nur begleitend, unterstützend, nicht die wichtigste Säule.
Und die alte Trilogie wird aufgrund des Blu-Ray Releases technisch nochmals überarbeitet werden. Von daher...
Fazit: George Lucas "Krieg der Sterne - A new hope" begründete einen Mythos, er ist zurecht ein Meilenstein des Sci-Genres, neben "Alien" und einigen weiteren ganz ganz wengien Krachern also der größte Klassiker des Sci-Fi Mainstream Kinos, und mit Kubricks "2001" der filmische Urknall für eine ganze Generation an Filmemachern und Zuschauern, die sich bis heute in weit weit entfernte Galaxien haben gerne entführen lassen.
Und ich mache es nach wie vor auch gerne.

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