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Kritik von Benjamin Falk zu 'Krieg der Sterne'

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Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 28.08.2010
90%
Dieses Wochenende habe ich nun die Star Wars Reihe fortgesetzt und mir die alten Filme mal wieder angesehen. Den Anfang machte "Krieg der Sterne", der auch den neuen Titel "Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung" trägt. Wie schon bereits erwähnt, bin ich kein großer Fan von Science Fiction, aber was George Lucas da im Jahre 1977 geschaffen hat, fasziniert mich schon - und da geht es mir wohl bei weitem nicht alleine so. "Krieg der Sterne" war nicht einfach nur so ein Film. Mit nur ca. elf Millionen an Budget, schaffte er es zu einem der erfolgreichsten Filmen überhaupt. Sogar Oscars hagelte es. Und das alles, obwohl der Film von einigen Kritikern zerissen wurde und als Flop angesehen wurde. Als Flop kann man "Krieg der Sterne" aus filmischer sowie aus finanzieller Sicht sicher nicht sehen. Es folgte eine riesige Franchise-Welle, die auch bis heute anhält und weitere fünf Teile. Dabei gefiel mir der Gedanke eigentlich nie so recht, erst Filme mit sehr modernen Special Effects zu sehen und dann zu älteren Filmen überzugehen.

"Krieg der Sterne" fängt ohne große Erklärungen an und wirft der Zuschauer mitten ins Geschehen. Durch die drei Episoden vorher, weiß man nun, wer Darth Vader ist und was da so grob vor sich geht. Allerdings muss ich sagen, dass man das nicht unbedingt gebraucht hätte und sich auch so schnell zurecht findet. Nach und nach werden alle beliebten Figuren eingeführt. So dreht es sich anfangs erstmal überwiegend um C-3PO und R2-D2, auch Darth Vader und Prinzessin Leia werden schon gezeigt. Die beiden Roboter landen durch Zufall auf einem Planeten, werden dort von Schrotthändlern gefangen und an eine Familie verkauft. Hier lebt auch der junge Luke Skywalker. R2-D2 meint die ganze Zeit, er hätte den Auftrag, Obi-Wan Kenobi eine Nachricht mitzuteilen und wie es der Zufall so will, befindet sich dieser auch auf dem Planeten. Ganz plötzlich gerät Skywalker in eine große Sache, in der es um den Kampf zwischen gut und böse geht. Hinterher wird noch Han Solo mit seinem kultigen Freund Chewbacca eingeführt.

Im Grunde genommen ist die Handlung sehr einfach, fast schon banal. Es geht hier wirklich nur um den ganz simplen Kampf zwischen Gut und Böse. Allerdings muss man sagen, dass das alles so verspielt und toll umgesetzt wurde, dass man einfach nur fasziniert sein kann. "Krieg der Sterne" basiert nicht auf irgendwelchen Comics, sondern stammt aus dem Hirn von Lucas. Der hat sich hier eine wirklich grandiose Zukunftsvision ausgedacht. Diese ganzen Figuren, die Kulissen, es ist einfach toll und meisterhaft. Dazu gesellt sich natürlich diese tragische Geschichte um Luke Skywalker, der seinen Vater als Feind hat. Hier wird noch nicht gesagt, dass Vader Lukes Vater ist, aber leichte Andeutungen werden schon gemacht und der neuere Zuschauer, weiß es ja sowieso schon von den neuen drei Teilen.

Was "Krieg der Sterne" ebenso toll macht, sind die Figuren. Angefangen bei Luke Skywalker. Er wird von Mark Hamill sehr gut verkörpert und sein Schauspiel besitzt eine Menge naiven Charme. Sowieso ist diese Figur sehr sympathisch. Dann wäre da Prinzessin Leia, welche etwas spröde wirkt, aber gerade dadurch auch für ein paar Lacher gut ist und von Carrie Fisher passend dargestellt wird. Für Harrison Ford war der Film wohl sehr wichtig, denn er schaffte es zum Weltstar. Er hat mir in seiner Rolle des Han Solo sehr gut gefallen. Seine Figur ist so schön schlitzohrig. Zu guter Letzt ist da noch Alec Guinness, der den Obi-Wan Kenobi sehr viel Stil gibt und mir auch sehr gefallen hat.
Damit ist man aber noch nicht durch. Es gibt noch die beiden Roboter. C-3PO und R2-D2 waren in den neueren Filmen eigentlich nur noch Sidekicks, doch hier spielen sie richtige Hauptrollen. Diese beiden Roboter sind einfach toll und lustig. Dann gibt es noch Chewbacca, der genauso wie Darth Vader von einem Menschen gespielt wird, nur sieht man das nicht. Mit Darth Vader gibt es dann wohl einen der besten Bösewichte in der Filmgeschichte. Diese Figur ist einfach genial.
Bei diesen vielen, liebevoll gestalteten Charakteren, ist es nicht besonders wichtig, dass die Figuren keine besonders tiefe Charakterzeichnung besitzen, weil einfach jeder wichtig ist für die Story und keiner belanglos wirkt.

An der Inszenierung gibt es beim besten Willen nichts auszusetzen. Das doch recht geringe Budget sieht man "Krieg der Sterne" nicht an. Der Film ist sehr aufwendig gemacht. Was es hier auch gleich gibt, sind viele Weltraumschlachten, welche mir in den neueren Filmen fast komplett fehlten. Diese Ansicht eines Piloten in seinem Kampfraumschiff mit der orangen Uniform und der gelben Brille auf, ist für mich einfach charakterisch für Star Wars. Gerade das Finale wurde sehr spannend inszeniert.
Die Atmosphäre ist ebenfalls toll. Insgesamt ist "Krieg der Sterne" ein lockerer Film. Es gibt eine gute Portion Humor und man kann auch öfters mal lachen. Es gibt aber auch hier schon etwas düsterere Szenen. Was mir dabei sofort auffiel war auch, dass der Film härter ist als die neueren Teile. Hier darf auch schon mal ein bisschen Blut fließen - ein ganz bisschen, versteht sich - aber sowas gab es in den neueren Episoden gar nicht zu sehen. So ist "Krieg der Sterne" eigentlich auch etwas für Kinder, aber eben auch für Erwachsene, was Episode 1 bekanntlich ja nicht geschafft hat.

Der Unterhaltungsfaktor ist sehr gut. Auch hier muss ich nochmal vergleiche zu der neuen Trilogie ziehen. Episode 1 bis 3 gingen alle etwas über zwei Stunden, "Krieg der Sterne" nun genau zwei. Hier verging diese Zeit wie im Flug, bei Episode 1 bis 3 gab es Längen. Mich hat dieser Film wahnsinnig gut unterhalten, es ist immer was los. Die Einführung der Figuren ist interessant und hinterher gibt es auch eine ganze Menge Action. Spannung darf auch mal aufkommen und von Langeweile war so keine Spur. So muss Unterhaltung für mich aussehen.
Dann wären da noch die Effekte. 1977 war noch eine Zeit, wo sowas nicht aus dem Computer kam. Hier ist alles noch aufwendig gemacht und die Effekte können sich wirklich sehen lassen und sind toll geworden. Das hat eine Menge Charme, anders wie bei den neuren Teilen, weil dort alles aus dem PC kam und so auch alles irgendwie unecht wirkte.
Der Score ist wahrscheinlich einer der besten Scores überhaupt. Diese Titelmelodie alleine schon ist sehr eingängig und wird sofort mit "Star Wars" in Verbindung gebracht. Da hat John Williams echt ganze Arbeit geleistet.

Anmerkung: Ich habe die DVD Edition gesehen. Es gab bereits mal eine Special Edition. Die DVD Edition wurde nochmal digital überarbeitet und bietet nun bessere Bilder. Dann gibt es noch ein paar kurze, neue Szenen, in welchen es CGI-Effekte gibt. So kommt z.B. Jabba hier schon kurz vor, hat mir so animiert aber gar nicht gefallen. Zu der DVD Edition sei gesagt, dass es ganz nett ist, ich den Film aber auch in seiner urprünglichen Fassung gesehen hätte!

Fazit: "Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung" oder schlicht "Krieg der Sterne" ist ein Meisterwerk seines Genres. Es gibt grandiose Bilder zu sehen, eine simple Geschichte wird erzählt, die aber gerade durch den Einfallsreichtum und die Fantasie von Lucas so toll erscheint. Die Figuren wurden liebevoll geschaffen und es gibt tolle Effekte. Dazu gesellt sich ein genialer Score und starke Darstellerleistungen. Für mich persönlich sind keine 100 Prozent drin, weil ich "Krieg der Sterne" doch noch etwas unspektakulär finde, aber ein genialer Film ist trotzdem entstanden!

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