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Kritik von Benjamin Falk zu 'Marvel's The Avengers'

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Partner von Entania
Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 27.04.2012
90%
Auf "The Avengers" war ich wirklich sehr gespannt. Alle Helden wurden vorher in einzelnen Filmen eingeführt. So gab es vorher schon Filme über Hulk, Iron Man, Captain America und Thor. Der Plan bestand von vornherein, diese dann alle in "The Avengers" zusammenzuführen. Eine interessante Idee, die mir von Anfang an gefallen hat. "Iron Man" und "Iron Man 2" fand ich sehr stark, "Thor" war sehenswert, "Der unglaubliche Hulk" und "Captain America - The First Avenger" hingegen ziemlich schwach. Bei "The Avengers" versammeln sich also Helden, die nicht alle tolle Filme bekommen haben. Hier gibt es solche Mängel allerdings überhaupt nicht mehr. Der Film ist einfach fulminant und hat mich perfekt unterhalten.

Die Geheimoperation S.H.I.E.L.D. arbeitet daran, eine unerschöpfliche Energiequelle zu finden. Diese soll direkt aus dem All stammen. Gleich am Anfang öffnet sich damit jedoch ein Portal und jemand aus einer anderen Welt kommt auf die Erde. Wer "Thor" gesehen hat, wird Loki kennen. Er ist von seinem Heimatplaneten verstoßen worden und kämpft nun für eine böse Macht. Sein Ziel ist es, die Welt mit einer außerirdischen Armee zu seinem Gebiet zu machen. Nick Fury, Anführer der Organisation S.H.I.E.L.D. kann und will dies natürlich nicht zulassen. Er trommelt eine Gruppe von Superhelden zusammen unter denen sich Thor, Captain America, Hulk und Iron Man befinden. Zusammen sollen sie Lokis Pläne vereiteln, doch dies stellt sich nicht als so einfach heraus. Zum einen ist der Feind mächtig, zum anderen verstehen sich die Superhelden aber auch so überhaupt nicht und brauchen viel Zeit um ein echtes Team darzustellen.
Mit Joss Whedon hat man einen sehr fähigen Mann am Bord. Er ist ein starker Drehbuchautor und schrieb hier ebenfalls das Drehbuch. Durch seine Serien hat er zahlreiche Fans, außerdem schreibt er selbst auch Comics. Whedon ist also wohl der geeigneteste Mann für dieses Projekt, was bereits nach wenigen Minuten bestätigt wird. Dabei ist die Handlung an sich eigentlich relativ dünn. Es geht einfach mal wieder darum, die Welt zu retten. Portale in andere Welten, Außerirdische, die auf die Erde kommen und sie zerstören wollen sind nicht unbedingt Dinge, die man noch nicht gesehen hat. Das stört allerdings überhaupt nicht, denn vier Superhelden, welche vorher in einzelnen Filmen alleine gegen das Böse kämpften nun in einem Film zu sehen, bietet alleine genügend Stoff und das hat man bestens genutzt. So dreht es sich natürlich vordergründig darum, die Bösen aufzuhalten, aber auch andere Probleme sind vorhanden. Mir hat die Handlung also durchaus gefallen, man hatte zahlreiche gute Ideen, aber erst die Umsetzung macht "The Avengers" so einmalig.

Diese ist nämlich wirklich fulminant. Ein kleines Risiko war es eigentlich schon Whedon Regie führen zu lassen, denn vorher hat er nur Fernsehserien realisiert und bisher erst einen Kinofilm gedreht. Da hatte er jedoch nur einen Bruchteil des Budgets von "The Avengers" zur Verfügung. Whedon macht seine Sache aber absolut stark. Er lässt sich etwas Zeit die Helden zusammenzuführen. Erst mal hat jeder ein paar Szenen für sich und danach dürfen sie sich alle erst mal schön hassen und bekämpfen. Bis die Avengers dann richtig zusammenarbeiten, vergeht wirklich viel Zeit. Diese Entscheidung war äußerst gut, denn gerade die Streitigkeiten zwischen den Helden, sind sehr unterhaltsam ausgefallen.
Dann ist da natürlich die Action, welche Whedon famos inszeniert hat. Die Action ist wuchtig und immer sehr packend gemacht. Eigentlich besteht der Film nur aus zwei riesigen und ein paar ganz kleinen Actionszenen. Die Schlacht auf dem Flugschiff ist schon grandios, wird aber durch das wirklich sehr lange Finale noch getoppt. Man bekommt etliche Zerstörungsorgien, es wird aber nie so stumpf wie z.B. bei "Transformers". Dafür sorgt alleine schon eine viel bessere und ausgeprägtere Figurenzeichnung. Ob die Helden sich nun selbst bekämpfen oder die Feinde platt machen, es ist immer äußerst unterhaltsam, temporeich und spannend gemacht. Handwerklich gibt es an dem Werk also nicht das Geringste auszusetzen.

Dann wäre da natürlich noch die grandiose Besetzung. "The Avengers" kommt einem Ensemble-Film gleich. Es gibt hier nahezu nur bekannte Gesichter und viele Hauptrollen. An erster Stelle möchte ich da Robert Downey Jr. nennen. Er gefiel mir schon in "Iron Man" sehr gut und so spielt er auch hier wieder sehr stark. Nach wie vor gehen viele Lacher auf sein Konto und Downey Jr. zuzusehen, macht einfach Freude. Chris Evans blieb in dem Film zu Captain America noch recht blass, gefällt hier jedoch wesentlich besser. Allgemein ist seine Rolle hier besser und nicht mehr so doof. Chris Hemsworth hingegen gefiel mir in seinem eigenen Film zwar etwas besser, macht aber auch hier eine gute Figur. Mark Ruffalo stellt nun den bereits dritten Hulk und sogar den besten dar. Eine sehr gute Entscheidung war es, dem Hulk seine Gesichtszüge zu verpassen, so dass Ruffalo auch als grünes Monster noch zu erkennen ist. Mit diesen vier Haupthelden ist die tolle Besetzungsliste jedoch keineswegs zu Ende. Da wäre noch Scarlett Johansson in einer sehr starken Rolle und auch Samuel L. Jackson wieder als Nick Fury zu sehen, macht Spaß. Jeremy Renner hat mir ebenfalls gut gefallen und Cobie Smulders, bekannt aus "How I met your Mother", hat zwar überhaupt nichts zu tun, ihre Anwesenheit ist dennoch schön. Clark Gregg hat ein paar sehr amüsante Szenen und Tom Hiddleston gefällt also Loki genau so gut wie bereits in "Thor". In weiteren kleinen Rollen gibt es noch ein paar bekannte Gesichter wie Gwyneth Paltrow und Stellan Skarsgård zu sehen. Wirklich jeder macht seine Sache ausgezeichnet.
Was "The Avengers" von einer stumpfen Zerstörungsorgie unterscheidet, ist die Figurenzeichnung. Alleine die vier Haupthelden haben alle ihre Probleme. Captain America lebt in einer Welt, die nicht zu seiner Zeit entstand, Thor muss gegen den eigenen Bruder kämpfen, Hulk ist sich der Gefahr eines Wutausbruchs bewusst und Iron Man hat ein zu großes Ego. Hier ist Platz für genügend Konflikte und Spannungen und somit ist niemand nur ansatzweise belanglos. Allerdings ist es von Vorteil, wenn man die vorherigen Filme alle gesehen hat, denn sonst wird man manches nicht so leicht verstehen. Schade ist an dieser Stelle nur, dass ein paar Dinge recht leicht abgetan werden. So kann Thor einfach auf die Erde zurückkehren, was eigentlich nicht möglich sein dürfte und seine ehemalige Liebe wird auch mit einem kleinen Satz abgearbeitet. Doch für solche Kleinigkeiten war im Endeffekt wahrscheinlich einfach nicht genügend Zeit.

Dabei ist "The Avengers" mit seinen ca. 140 Minuten schon wirklich nicht kurz. Eine Laufzeit, die man jedoch absolut benötigt. Immerhin müssen die vier Superhelden erst mal vereint werden, sie dürfen sich nicht sofort vertragen und reichlich Action muss auch noch untergebracht werden. Mich hätte es noch nicht einmal gestört, wenn der Film eine halbe Stunde länger gewesen wäre. So ist das Tempo aber immerhin sehr hoch. Ständig ist etwas los. Es gibt nur wenige ruhige Szenen. In der ersten Hälfte gibt es nur ein paar kleine Actionszenen, die sich jedoch auch schon sehen lassen können. Hier gibt es etwas mehr Dialoge. Da sind schon ein paar herrliche Dialoge und geile Oneliner mit dabei. Danach übernimmt die Action endgültig die Oberhand und es wird zerstört, was das Zeug hält. Das ist immer sehr packend, spannend und hat mich einfach begeistert. So richtig ernst geht es dabei natürlich nie zur Sache. "The Avengers" ist eher ein Film, bei dem man nicht mehr aufhören kann zu grinsen. Ist die Bedrohung auch noch so groß, es bleibt stets amüsant und spaßig. Immer wieder gibt es coole Sprüche zu hören. Die lange Laufzeit vergeht enorm kurzweilig, es gibt keine Spur von Langeweile und Längen sowieso nicht.
Der Film ist natürlich auch noch eine Wucht an Effekten. Diese sehen alle absolut stark aus. Fast alles stammt dabei aus dem Computer, das fällt aber niemals negativ auf. Viele Effekte bieten enorm viel für das Auge und man ist schlichtweg begeistert. Besonders brutal wird es dabei natürlich nicht und Blut wird kaum vergossen. Ich habe den Film nun in 3D gesehen. Das hätte nicht unbedingt sein müssen, weil "The Avengers" ohne diesen Effekt sicherlich genau so gut ist. Schlecht war es aber auch nicht unbedingt.
Der Score ist immer sehr passend und hat mir gut gefallen.

Fazit: "The Avengers" ist ein Actionspektakel, wie es besser kaum hätte ausfallen können. Die vielen bekannten Figuren zusammen zu sehen, macht viel Spaß und die Handlung die man dazu geschrieben hat, ist auch nicht übel. Wirklich leben tut der Film aber von den zahlreichen starken Darstellern und einer tollen Inszenierung. Außerdem ist die Figurenzeichnung nicht belanglos und für genügend Tiefe ist stets gesorgt. Dem gegenüber steht viel, viel Action, die wahnsinnig gut realisiert wurde, spannend, packend und im Endeffekt einfach nur spaßig ist. Die lange Laufzeit wird benötigt, jede Minute kann man genießen und ich empfand den Film als äußerst kurzweilig. Die genialen Spezialeffekte und der gelungene Score runden das Gesamtpaket ab. Mängel sind also kaum zu finden. Nur wer die vorherigen Filme nicht gesehen hat, könnte mit "The Avengers" so seine kleinen Probleme haben. Ansonsten aber einfach nur ein genialer Film und die Vorfreude auf einen zweiten Teil, ist schon jetzt sehr groß!

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