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Kritik von Fred Maurer zu 'Der Kapitän'

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Partner von Fantastic Zero
Kritik von Fred Maurer
veröffentlicht am 21.03.2010
80%
Ein Remake ist eine Neuverfilmung eines bereits existierenden, meist mehrere Jahrzehnte älteren Films.
Der Film will unterhalten

Eine Filmkritik von Dipl.-Päd. Fred Maurer auf seine Freunde Hannes und Gerdi

Als es (1985) noch den 'Wunschfilm der Woche' gab, habe ich mehrmals für ihn angerufen (und er wurde dann tatsächlich ausgestrahlt): "Der Kapitän" ist eine deutsche Spielfilmkomödie von 1971 nach einem Roman von Richard Gordon - zudem ein Remake (nach einem vergessenen britischen Film von 1959).

Die Handlung (nach 'filmportal'):
Der alte Seebär Ebbs wechselt von dem abgetakelten Frachter, auf dem er bisher das Kommando hatte, als Kapitän auf einen Luxusdampfer. Schnell stellt er fest, dass er auf dem eleganten Passagierschiff mit ganz anderen Problemen fertig werden muss als bisher: Die Besatzung ist aufmüpfig, die Passagiere nörgeln. Konsul Carstens, der wichtigste Anteilseigner der Reederei, ist mit an Bord und hat an allem etwas auszusetzen. Als Ebbs die Nerven verliert und vor allen Leuten den Zahlmeister verprügelt, muss er befürchten, seinen Job zu verlieren. Aber dann findet sich eine Dame, die als vermisst gemeldet wird, in der Kabine des Konsuls, und der listige und charmante Ebbs bleibt Kapitän.

Regie führte der große Kurt Hoffmann,, das Drehbuch schrieb Franz Seitz (Co-Autor der oscar-preisgekrönten Literaturverfilmung "Die Blechtrommel").
Die Musik stammt von dem damals bereits berühmten James Last - und nimmt dessen nunmehr 20jährige Titelmusik zum "Traumschiff" vorweg.
Die Besetzung ist grandios: Heinz Rühmann ("Feuerzangenbowle", "Hauptmann von Köpenick") als Kapitän Ebbs, Johanna Matz , Horst Tappert ("Derrick") als Konsul Carstens; Ernst Stankovski, Horst Janson (kurz darauf "Der Bastian"), Hans Korte, Joseph Offenbach ("Die Unverbesserlichen"), Günter Pfitzmann ("Die Brücke") ...

Aufgrund seines kommerziellen Erfolges (drei Millionen Kino-Zuschauer) wurde der Film 1973 mit einer 'Goldenen Leinwand' geehrt.
Die Kritiken fielen dennoch ziemlich gnadenlos aus.
So schrieb das 'Lexikon des internationalen Films': "Das gute Schauspielerteam verkauft sich in diesem aufwendigen, horrend albernen Klamauk weit unter Preis."
Adolf Heinzlmeier und Berndt Schlz bezeichnen im Lexikon "Filme im Fernsehen" den Film als "einfallslos": "Rühmann als Kapitän eines frühen 'Traumschiffs' mit allen Jahrhundertproblemen des Genres..."
Das 'Heyne Filmlexikon' urteilte 1996: "Zu spät kommt jede Rettung für den Film, der in einem Meer von dümmlichen niveaulosen Gags versinkt."

Mir erscheinen diese Urteile als zu hart. Der Film will unterhalten - und das tut er.
Ich habe ihn mir (seit den frühen 80ern) dreimal mit Freude angesehen; und heute wollte ich (zu sehr später Stunde) endlich mal drüber schreiben.

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