Hexen müssen nicht gezwungenermaßen ein Alter von mehreren hundert Jahren haben, auch Teenager im Highschool-Alter können schon zu ihrem Kreis gehören. Nur haben sie dann noch zu wenig Erfahrung um zu erkennen, daß alles, was sie jemandem mit Hilfe der Magie antun, dreifach zurückschlägt ...
Sarah (Robin Tunney) ist neu in der Stadt, und als Neuling wird es einem an der Highschool nicht gerade leicht gemacht, Anschluß zu finden. Glücklicherweise ist sie nicht die einzige Außenseiterin, denn auch Nancy (Faizura Balk), Bonnie (Neve Campbell, Scream) und Rochelle (Rachel True) genießen nicht gerade hohes Ansehen an der Schule und haben sogar den Ruf, Hexen zu sein.
An diesem Ruf ist auch etwas dran, denn die drei versuchen wirklich, sich ihr Leben durch den Einsatz okkulter Kräfte ein wenig zu erleichtern. Eine vierte im Bunde würde ihre Kräfte wesentlich verstärken, denn in einem echten Hexenzirkel muß man eben zu viert sein, eine für jede Himmelsrichtung und eine für jedes der vier Elemente. Und da auch Sarah bereits einige Erfahrung in der Hexerei gesammelt hat, ist der Zirkel nun komplett.
Am Anfang geht auch alles gut. Die vier Mädchen können die Gründe für ihre Außenseiterrolle beseitigen: Sarah, die unter übler Nachrede von Chris (Skeet Ulrich, Scream), einem As der Footballmannschaft zu leiden hat, belegt ihn mit einem Liebeszauber, woraufhin dieser nicht mehr von ihrer Seite weicht und ihren guten Ruf wiederherstellt; Nancy verschafft ihrem stets betrunkenen Stiefvater einen tödlichen Herzinfarkt, wodurch sie und ihre Mutter in den Genuß einer hohen Lebensversicherung kommen und nun auch gesellschaftlich besser stehen; Bonnie schafft es, eine große Brandnarbe, unter der sie schon lange seelisch zu leiden hat, mit Hilfe des Zaubers verschwinden zu lassen, und die Farbige Rochelle kann sich endlich an einer rassistischen Mitschülerin rächen.
Aber alles hat auch seine Schattenseiten, so auch die Kräfte, die sie heraufbeschworen haben, denn irgendwann haben sie sie nicht mehr unter Kontrolle und glauben, alles machen zu können. Lediglich Sarah behält einen klaren Kopf und will, nachdem es bereits einige Todesopfer gegeben hat, aus dem Zirkel austreten, was die anderen aber gar nicht gerne sehen.
Ganz und gar ungewöhnlich: vier Teenager mit Teenagerproblemen lösen diese Probleme mit recht ungewöhnlichen Mitteln. Besonders eindrucksvoll sind Robin Tunney als "gute" und Faizura Balk als "böse" Hexe. Aber auch sonst ist der Film sehr gut gelungen: die Handlung ist packend, die Musik gut und passend zur Atmosphäre der Szenen gewählt, und auch die Tricktechnik ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, gut umgesetzt; hier wurde an nichts gespart. Zu bemerken wäre da noch, daß Neve Campbell und Skeet Ulrich ein Jahr später in Scream wieder gemeinsam vor der Kamera standen - in den Blickpunkt der Scream-Castingleute sind sie wohl durch "Der Hexenclub" gekommen ...