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Kritik von Mario Raetzel zu 'Zurück In Die Zukunft III'

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Partner von Fantastic Zero
Kritik von Mario Raetzel
veröffentlicht am 13.08.2007
90%
Achtung: der Auslöser der Geschichte dieses Teils ist schon im vorherigen zu finden: Wir befinden uns im Jahre 1955: Doc wird bei einem Landeversuch mit dem DeLorean vom Blitz getroffen und verschwindet spurlos. Kurz darauf erscheint ein Postbote, der Marty einen 70 Jahre alten Brief überreicht. Dieser Brief stammt von Doc, der durch den Blitzeinschlag in die Zeitmaschine ins Jahr 1885 katapultiert wurde. Zusammen mit Doc, der gerade Marty ins Jahr 1985 geschickt hat und bei Martys erneutem Anblick den Verstand verliert, macht sich Marty auf die Suche nach dem DeLorean, den Doc im Jahr 1885 versteckt hat und reist zurück in den Wilden Westen. Doch auch in dieser Zeit müssen die beiden mit Widersachern und enormen Zeitdruck kämpfen, da Docs Beerdigung schon geplant, besser gesagt: schon gewesen, ist - oder gewesen sein wird.

Wie auch im vorherigen Teil sieht man hier die berühmte Szene mit der Rathausuhr erneut. Der dritte Teil knüpft wieder perfekt an seinen Vorgänger an, ohne dass man den Schauspielern das Alter ansieht, noch dass sie anders agieren. Doch durch den enormen Zeitunterschied finden sich hier nicht so viele Parallelen zu den ersten beiden Teilen, so dass dieser Film fast auch als eigenständiger Film angesehen werden kann. Denn nicht nur die Ära ist eine andere, auch die Handlungs-Schwerpunkte werden verschoben: War es in den ersten Teilen noch Marty, der um seine Existenz und die Ordnung des Universums gekämpft hat, um es vor einem Paradoxon zu bewahren, das alles Leben vernichten könnte, ist es hier Doc, der gegen die Zeit anrennt und auch noch mit seinen Gefühlen kämpfen muss. So wird auch ein neuer Charakter eingeführt, gespielt von Mary Steenburgen.

Aber er ist eben nur fast eigenständig: Durch Martys Entwicklung und sein zunehmendes Selbstbewusstsein lässt er sich am Schluss nicht mehr so schnell reizen und geht dem Autorennen, das seine Familie und seine Karriere als Musiker zerstört hätte, aus dem Weg, und ändert so seine Zukunft. Durch eben diese Parallelen und Handlungsstränge, die sich durch alle drei Teile ziehen, wird der Film und diese einzigartige Reihe interessant. Zu sehen, wie aufgrund von Ereignissen, die völlig unvorhergesehen passieren, das Schicksal beeinflusst wird, und wie gefährlich es ist, diese Ereignisse zu ändern, mit dem Willen, die Zukunft zu verbessern, wird hier eindrucksvoll geschildert.

Der dritte Teil ist immer noch unterhaltsam und wirft viele Fragen über die Bedeutung unseres Handelns auf, doch kann er nicht mehr so mitreißen wie seine Vorgänger. Trotzdem ist diese Reihe mit all ihren Teilen, die allesamt genial sind, einzigartig und zu jeder Zeit sehenswert.

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