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Kritik von Nico Stephan zu 'Das Tagebuch der Ellen Rimbauer'

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Kritik von Nico Stephan
veröffentlicht am 06.08.2009
85%
"Das Tagebuch der Ellen Rimbauer" ist die Vorgeschichte zu Stephen Kings "Haus der Verdammnis". Was ich in beiden Filmen sehr schön finde ist die mysteriöse Musik. Die junge Ellen Rimbauer wird von Lisa Brenner gespielt. Die Farben im Film sind hauptsächlich braun, weinrot, schwarz oder weiß. So wirkt alles sehr alt wie eine Sepia-Fotografie und passt ziemlich gut zur Handlung. Doch Horrorfans, die blutige Gräueltaten mögen, kommen hier nicht auf ihre Kosten, und das ist auch gut so. Im Film herrscht eine sehr starke, unheimliche Atmosphäre und diese würde durch Blut zerstört werden.

Aber worum geht es eigentlich? Ellen fühlt sich sehr einsam in der Residenz "Rose Red", welche ihr Ehemann John für sie bauen ließ. Ihre afrikanische Dienerin Sukeena (Tsidii Leloka) wird abgesehen von ihrem Tagebuch ihre engste Verbündete, mit der sie gemeinsam die schecklichen Geheimnisse dieses Hauses und ihres Ehemannes lüften möchte.

Man kann nicht sagen, dass der Film gruselig ist. Es herrscht zwar eine sehr mysteriöse, bedrückende Stimmung, doch von Horror ist hier nichts zu finden. Gerade dies macht den Film so besonders, denn er erzählt eine Geistergeschichte völlig neu als bisherige Filme es getan haben. Hier geht es nicht nur um das düsterte "Rose Red", sondern auch um Freundschaft und Intrigen. Die unheimlichen Ereignisse auf "Rose Red" werden sehr interessant gezeigt. Und dass niemals ein Tropfen Blut zu sehen ist, deutet meiner Meinung nach nicht auf schlechten Geschmack des Regisseures hin sondern viel mehr auf sehr viel Stil und Feingefühl und alles in dem Film hat daher etwas sehr Ursprüngliches.

Ellen und Sukeena wurden mir schnell sympatisch. Nach der ersten Hälfte erreicht der Film leider einen absoluten Tiefpunkt. Hier zieht sich die Geschichte endlos in die Länge und echte Ekelfans würden abschalten. Was sehr witzig ist: da niemals Brutalität "auf der Leinwand" aufgetaucht ist, wirkt das nicht gerade harmlose Ende sehr erschreckend und hinterlässt einen Eindruck. Der Film eignet sich besonders gut für Einsteiger in die Horrorwelt. Dass er ab 12 freigegeben ist, finde ich sehr passend. Aber etwas enttäuscht war ich doch. Alles hätte noch viel gruseliger und düsterer sein können, wenn man dunkle Zimmerecken, Korridore und Schatteneffekte an den Wänden richtig ausgenutzt hätte. Einige Stellen waren hier ganz anders dargestellt als die Rückblicke, die man im "Haus der Verdammnis" zu sehen bekommen hat. Schade. Daher gebe ich nur 85%. Doch im Großen und Ganzen ist die Story sehr übersichtlich, leicht zu verstehen und abgerundet. Super Film für alle, die auch etwas auf Spannung anstatt auf Blut stehen!

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