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Kritik von Frederik Braun zu 'Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt'

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Kritik von Frederik Braun
veröffentlicht am 08.05.2009
95%
Jacques Mesrine ist wohl einer der berüchtigtsten Gewaltverbrecher der 60er und 70er Jahre gewesen. Doch bis Mesrine schließlich zu Frankreichs Staatsfeind Nummer 1 wird, vergeht eine ereignisreiche Zeit.
"Mordinstinkt" erzählt die Geschichte vom jungen Soldaten, der - von den harten Foltermethoden an Kriegsgefangenen traumatisiert - 1959 aus dem Algerienkrieg zurückkehrt und eine Karriere als Kleinganove in Frankreichs Untergrundmilieu beginnt. Mesrines Aufstieg zum skrupellosen Gangster, seine zahlreichen Liebesbeziehungen und die Flucht vor der französischen Polizei nach Québec prägen die Zeit bis 1972, in der Mesrine schließlich der spektakuläre Ausbruch aus einem kanadischen Hochsicherheitsgefängnis gelingt.

Jean-François Richet inszeniert Jacques Mesrines Leben als realistisches und brutales Gangster-Epos, das zum Teil auf den Memoiren desselben basiert. Der Regisseur zeigt seinen Protagonisten als aggressive und zwiegespaltene Persönlichkeit, die trotz aller Härte und Gewalt eine gewisse Basis der Identifikation bietet.

Diese Balance in der Darstellung Mesrines ist aber vor allem einer Person zu verdanken: Vincent Cassel! Cassel, der meines Erachtens schon seit dem Kultdrama "La Haine" zu den besten europäischen Filmschauspielern gehört, spielt seine Rollen mit einer solchen Präsenz und Überzeugungskraft, dass man sofort in ihren Bann gerissen wird. So ist es auch bei "Mordinstinkt": Mit seiner Darstellung des Jacques Mesrine ist Cassel die treibende Kraft des Films. Mit seiner konstanten Leistung schafft er es sogar die wenigen Längen, die der Film hat, zu kaschieren.

Fazit: "Mordinstinkt" ist spannendes Actionkino mit Anspruch, das von der Aufmachung her locker mit Hollywood mithalten kann. Man darf auf den zweiten Teil gespannt sein ("Todestrieb"), der Mesrines Rückkehr nach Frankreich und seinen Werdegang als "l'ennemi public n°1" beleuchtet.

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