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Kritik von Nico Seelinger zu 'Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger'

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Kritik von Nico Seelinger
veröffentlicht am 29.12.2013
100%
Casting bezeichnet den Vorgang, bei dem die Besetzung der Rollen eines Films oder eines anderen Werks mit Schauspielern festgelegt werden.
"Life of Pi" ist ein Abenteuerfilm von Ang Lee aus dem Jahr 2012, der auf dem Buch von Yann Martel basiert.

Piscine Molitor Patel (Suraj Sharma), kurz Pi, lebt in Indien und ist der Sohn eines Zoobesitzers. Als dieser Zoo nicht mehr genug Geld einbringt beschließt sein Vater (Adil Hussain) den Zoo aufzugeben, die Tiere in Kanada zu verkaufen und sich dort mit seiner Familie ein neues Leben aufzubauen. Auf dem Weg dorthin aber sinkt das Schiff und nur Pi überlebt zusammen mit einem bengalischen Tiger, mit dem er nun allein im Ozean treibt.

"Life of Pi" ist ein visuelles Meisterwerk von Ang Lee, das durch seine wunderschönen Bilder und interresante Geschichte überzeugt. Der deutsche Untertitel beschreibt drei Viertel des Films: Schiffbruch mit Tiger. Darauf lässt sich der gesamte Film runterbrechen, deshalb sollte man keine choreografierte Action oder wendungsreiche Geschichte erwarten. Man erlebt "nur" einen Schiffbruch, doch es ist ein großartig inszenierter.

Ang Lee und sein Team verzaubern hier mit Bildern, die einfach nur wunderschön anzusehen sind, in denen man fast glaubt tiefere Bedeutungen herauslesen zu können. Und diese Bilder ziehen sich durch den gesamten Film, es vergeht fast keine Minute ohne dass man ein neues fantastisches Farbenspiel geboten bekommt, obwohl man sich auf dem, auf den ersten Blick, monotonem Ozean befindet.

Ebenfalls visuell überzeugend ist der vollkommen digitalisierte Tiger, den man nicht von einem echten Tier unterscheiden kann. Jedes einzelne Haar sieht wunderschön aus. Ausserdem verhält sich der Tiger nie unpassend oder merkwürdig. Sie schaffen es, dem Tier fast menschliche Emotionen und Gefühle zu verleihen, womit man sogar zu einem Raubtier eine Art Verbindung aufbaut.

Die Geschichte zielt sehr auf die Beziehung zwischen Mensch und Tier ab, und das ist großartig dargestellt. Man kann Pi dabei beobachten, wie er langsam beginnt, mit dem Tiger zu interagieren, sich immer mehr an ihn gewöhnt. Auch hier gibt es so viele schöne Szenen zwischen Pi und dem Tiger, jedoch auch extrem gefährliche Momente. Es gibt auch noch einen anderen tiefsinnigeren Aspekt der Geschichte, der bei mir einen Nerv getroffen hat, den ich hier jedoch nicht verraten will. Insgesamt auch sehr gut von der Musik von Mychael Danna untermalt.

Das war's dann aber auch schon, der Film lebt ausschließlich von den eben genannten Punkten. Er hat keinen Twist, keine sonderlich spannende Handlung, keine Action oder coole Dialoge. Braucht er aber auch nicht.

Der extra für die Rolle gecastete Suraj Sharma spielt den gesamten Film über brilliant. Mehr kann man dazu nicht sagen, wenn ein einzelner Schauspieler, zusammen mit einem Tier, es schafft einen Film über 127 Minuten zu tragen. Einfach brilliant.

Für mich ist "Life of Pi" ein visuelles Meisterwerk das bei mir, vor allem mit dem Ende, einen Nerv ganz hart getroffen hat.

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