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Kritik von Michael Scharsig zu 'Hooligans'

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Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 25.05.2010
85%
"Hooligans" ist irgendwie ein bisschen das "American History X" des englischen Fußballs. Ein Normalo, gespielt von "Frodo" Elijah Wood, lässt sich in die gewaltliebende Hooliganszene verführen. Kameradschaft und Respekt stehen dabei natürlich ganz oben auf der Tagesordnung der Hools. Zugegeben ein bisschen zu sehr gewollt wirkt das alles schon, aber man kann es nachvollziehen. Die engstirnige Denkweise der sogenannten Firmen, dem Problem des englischen Fussballs mit Hooligans und die Beziehungen der Protagonisten untereinander wird hier sehr realistisch vermittelt.

Ein bisschen Fussballbegeisterung, gepaart mit Lust auf Gewalt, Rassismus und Macho-Gehabe. Aber genauso wenig wie die Hools den amerikanischen Journalisten Matt bei sich dulden, so wenig verstehe ich, warum man für diese Rolle den Hobbit gewählt hat. Sicherlich macht er seine Sache nicht schlecht, aber irgendwie passt das einfach nicht zusammen. Die weiteren Personen im Film kommen dagegen viel authentischer rüber und vor allem auch britischer.

Das Drama an sich nimmt einen mit, weil man weiß dass es am Ende zu einer Eskalation kommt und irgendwem etwas passieren wird. Ich finde zwar, dass diese Rache-Story deplaziert ist, weil es ein Einzelschicksal ist und nicht den Hooligan an sich symbolisiert, aber irgendwie muss man ja auch Pepp in die Sache bringen.

Das Ende erinnert mich sehr stark an das fragwürdige provokante Ende von "American History X". Hier schlägt der Journalist Kapital aus seiner Hooligan-Vergangenheit, indem er einem anderen Schläge androht und so an seinen Job kommt - Message ein bisschen verfehlt. Gewollt?

Nichtsdestotrotz, "Hooligans" hat mich vor dem Bildschirm gehalten und auch Fussball-Unbegeisterte können den Film ohne Probleme gucken, weil er, wie eben auch bei den Hooligans, eher Nebensache ist. Tolle Schauspieler, super Dialoge, eine authentische Atmosphäre und die Dankbarkeit, dass Deutschland bei weitem kein so großes Problem mit dieser Thematik hat wie unsere englischen oder italienischen Freunde.

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