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Kritik von Benjamin Falk zu 'Futurama'

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Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 05.10.2017
75%
Kritik zu Season 6
Eine Staffel (engl. Season) einer TV-Serie besteht meist aus 10-24 einzelnen Episoden, die dann oft durch eine längere Drehpause getrennt sind.
Nachdem man mit vier "Futurama" Filmen das Comeback der Serie feierte, welches zudem qualitativ auch noch überzeugen konnte, durfte es in normaler Staffel-Form weitergehen. Allerdings doch recht ausgedehnt, denn Staffel 6 besitzt gleich 26 Episoden, wurde allerdings zweigeteilt, so dass es zwei Mal 13 Folgen zu sehen gab. Vielleicht ist das für den Anfang etwas zu viel gewesen, denn obwohl es wirklich schön ist, dass "Futurama" zurück ist, so ist die Qualität doch etwas schwankend.

Allgemeine Dinge gibt es kaum zu besprechen, denn an sich hat sich an "Futurama" nicht viel verändert. Es gibt hier lediglich dasselbe Problem, welches hinterher bei "Die Simpsons" auch aufkam. Manche Gags nutzen sich ab und der Humor wird etwas blöder, so dass längst nicht mehr jeder Witz sitzt. Das war bereits bei den Filmen zuvor der Fall, doch die teilweise wahnwitzigen Handlungen konnten dennoch begeistern. Für ein absolutes Highlight-Niveau reicht es in Staffel 6 nicht mehr, aber dennoch überzeugt ein Großteil der Folgen. Damit geht es dann auch gleich ab zur Einzelbewertung.

Den erneuten Neustart macht dann also die Episode "Wiedergeburt". Interessanterweise steigt man hier gleich voll mit einer Liebesgeschichte ein, die unterhaltsam geraten ist. Vom Hocker gehauen, hat mich das Ganze nicht, aber spaßig war es schon.

"Der Leela-Laune-Zapp" macht es danach noch etwas besser, denn die Handlung ist schön schräg und was dann hinterher geschieht, war nicht unbedingt vorhersehbar. Eine lustige Folge, die Lust auf mehr macht.

Auch "Angriff der Killer-App" ist ziemlich unterhaltsam geraten. Das Spiel mit der Gesellschaftskritik ist definitiv gelungen und Seitenhiebe auf Twitch und Co. sitzen. Daran gibt es nicht viel zu bemängeln, lediglich die Tatsache, dass der Humor von "Futurama" früher frischer wirkte.

"Roboter Street Day" erzählt dann erneut eine recht amüsante Geschichte, die auch nicht geizt mit gesellschaftlichen Themen. Ist zwar Nonsens, besitzt aber einen gar nicht so unernsten Kern und wenn das Ganze dann noch mit guten Gags verpackt wird, wie es hier der Fall ist, dann kann man von gelungener Unterhaltung sprechen.

"Der Da-Blödi-Code" sagt schon aus, worum es sich drehen wird und das ist mal wieder ziemlich kreativ geraten. Leider fällt mir bei der sechsten Staffel vermehrt auf, dass diese ganzen kreativen Ideen nicht mehr immer mit höchst gelungenen Gags verpackt werden. Von daher eine gute Folge, aber die Trefferquote des Humors lässt leicht nach.

Was man auch von "Tödliche Inspektion" behaupten kann. Manche Witze wiederholen sich manchmal einfach zu sehr, wie man es hier bestens erkennen kann an den Robotern, die sich selbst abknallen. Dafür gibt es am Ende noch eine Wendung und ein paar Emotionen.

"Die unglaubliche Reise in einer verrückten Zeitmaschine" ist storytechnisch gelungener und schön verspielt. Da gibt es gute Gags und wenn "Futurama" mit transzendenten Möglichkeiten spielt, dann macht mir das immer wieder Spaß.

Auch "Katzenjammer" ist ordentlich geraten, vielleicht sogar die bisher beste Episode der sechsten Staffel. Es ist wirklich köstlich, wie man die Katzen hier darstellt und eine originelle Geschichte besitzt das nebenbei ebenfalls noch. Ich musste jedenfalls viel lachen und der Humor nimmt somit wieder an Fahrt auf.

"Uhrwerk Original" ist anfangs noch unscheinbar, bekommt dann aber eine unterhaltsame Handlung, die ein bisschen mit der Evolution spielt. Alle Entwicklungsstadien bei Robotern zu sehen, ist definitiv amüsant und so war ich zufrieden.

Weiter geht der Nonsens mit "Im Körper des Freundes". Einfach nur Bodyswitch kann ja jeder, deshalb tauscht hier einfach mal jeder mit jedem. Das ist schon recht wahnwitzig und so verrückt, dass es nur kurzweilig sein kann.

"Velrrrückt nach Ndndir" macht besonders am Anfang sehr viel Spaß, weil da viele Gastauftritte vorhanden sind, sogar von Matt Groening. Die Story ist kreativ, man kann oftmals lachen und somit ist alles im grünen Bereich.

Danach geht es mit "Rebellion der Mutanten" mal wieder ab in die Kanalisation. Erneut eine gute Episode mit solidem Drehbuch, doch die ganz großen Lacher bleiben aus, weshalb das nicht zu meinen Lieblingsfolgen gehört.

"Das Feiertagsspektakel" ist dann eine Weihnachtsfolge geworden, allerdings in Episodenaufmachung, so dass es drei kleine Stories zu sehen gibt. Das hat ja schon bei den Simpsons immer gut funktioniert. Tut es auch hier, allerdings ist nur der Anfang sehr gelungen und danach werden die Gags etwas schwächer.

Dafür ist "Neutopia" mit seinen Männer-Frauen-Witzen echt herrlich geworden. So viel Abwechslungsreichtum, wie er hier in 20 Minuten serviert wird, ist durchaus keine Selbstverständlichkeit. Definitiv eine der stärksten Folgen der Staffel.

"Benderama" erzählt eine lustige Geschichte, die anfangs keinen so großen Sinn zu verfolgen scheint, dann aber stetig besser wird. Mich hat das Ganze jedenfalls ordentlich unterhalten können, selbst wenn die großen Lacher fehlen.

Erneut steht Bender bei "Ghost - Nachricht von Bender" im Fokus, wird dieses Mal zum Geist und soll spuken. Es ist auf jeden Fall wieder ganz amüsant geraten, doch nun fällt leider erneut auf, dass sich manche Gags zu stark wiederholen.

"Denn sie wissen nicht, was sie getan haben werden" besitzt ebenfalls das Problem, das die echten Lacher fehlen, dafür ist die Handlung hier aber ziemlich kreativ ausgefallen und die Anspielungen auf "Police Academy" sind schon ziemlich witzig.

Leider verfällt die Staffel dann so langsam in ein Niveau, mit welchem man zwar zufrieden sein kann, welches aber auch nicht begeistert. "Das Schweigen der Klemmen" ist ein weiterer solcher Fall. Die Roboter-Mafia war früher jedenfalls für bessere Lacher gut und das Drehbuch kann auch nicht komplett überzeugen, so dass man es hier mit einer etwas schwächeren Episode zu tun hat.

"Willkommen bei den Humplings" ist eigentlich eine ziemlich witzige Episode geworden, die auch kreativ ausgefallen ist und mit ein paar Seitenhieben gegen die Filmindustrie punkten kann, doch diese Kindersendung ging mir leider etwas auf die Nerven.

Dafür reist man mit "Dead Presidents" mal wieder in die Vergangenheit und das macht auf jeden Fall mal wieder viel Spaß. Hinterher wird das Ganze erstaunlich schnell abgehandelt, so dass meine Kritik hier eigentlich nur ist, dass die Story für mehr als eine Folge getaugt hätte.

"Möbius Dick" macht einen auf Moby Dick im Weltall. Das ist originell und sieht vor allen Dingen optisch ziemlich geil aus. Selbst wenn so manch ein Gag nicht ins Ziel trifft, wurde ich doch gut unterhalten.

"Das Ei des Fry" ist eigentlich auch ganz witzig, doch irgendwie will die Story hier nicht so ideal funktionieren, denn ein wenig dünn ist sie schon, die größten Lacher besitzt sie nicht gerade und so clever wie sonst ist das auch nicht unbedingt.

Auch "Die Spitze des Zoidbergs" ist nicht komplett überzeugend. Es ist zwar schön, dass hier mal wieder für mehr Kontinuität gesorgt wird und man die Vergangenheit von Zoidberg beleuchtet, aber die richtigen Lacher hat man dabei leider vergessen und die Handlung kann nun auch nicht vom Hocker reißen. Schwächste Folge der Staffel bisher!

"Kalte Krieger" macht es dann etwas besser, weil die Story wieder interessanter erscheint und die Verknüpfung mit der Vergangenheit auch Laune macht. War früher alles etwas besser, doch man kann einige Male ganz gut lachen.

"Übertaktlos" ist dann nach langer Zeit mal wieder eine komplett überzeugende Episode geworden, die mit einer originellen Handlung punkten kann, schöne Transzendenz bietet und auch das Ende macht durchaus neugierig. Ist zwar nicht brüllend komisch, besitzt aber gute Gags, besonders am Anfang mit dem Videospiel.

"Reinkarnation" bietet zum Abschluss noch mal eine gänzlich andere Folge, die mich echt begeistern konnte. Das besitzt keine echte Handlung, sondern teilt sich in drei Kapitel auf. Anfangs ist das Zeichentrick in Schwarzweiss, dann geht es über zu einer alten Videospiel-Grafik und dann macht man noch einen auf Anime. Echt gelungen, verschroben und alleine wegen der Optik lustig. Ein gelungenes Experiment!

Fazit: Dass den Machern noch eine Menge einfiel, beweist die sechste Staffel von "Futurama" bestens, denn kreativ und teilweise auch originell geht es immer noch zur Sache. Leider schwankt die Qualität aber doch erheblich. Gerade die erste Hälfte weiß ziemlich zu überzeugen, besitzt sogar ein paar kleine Highlights und eigentlich keine Aussetzer, doch hinterher zieht sich diese Staffel etwas in die Länge, die Ideen werden lustloser und der Humor nutzt sich ab. 26 Episoden sind auch nicht gerade wenig und es ist immer noch beachtlich, wie viel Abwechslung einem hier geboten wird. Es gibt auch echt noch sehr starke Gags und cleveren Humor, nur wurden mir manche Dinge etwas zu doof, mit der Kontinuität (Stichwort: Beziehung zwischen Leela und Fry) nimmt man es nicht immer so ganz genau und ab und zu wirkt das leicht ausgelutscht. Das bleibt Kritik auf hohem Niveau, doch gerade wenn man sich die ersten vier Staffeln ansieht, dann sinkt die Qualität hier einfach. Für Fans dennoch sehr sehenswert!

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