foyer - hier geht's zur startseite... die aktuellen kinocharts für Deutschland und USA aktuelle Meldungen aus der Kinowelt die aktuellen Kino-Starttermine fü Deutschland kinoprogramm unsere aktuellen kritiken heimkino - aktuelle DVD-Termine directory - Stöbere in unserer Datenbank background - Informationen rund um zelluloid.de
zelluloid

Kritik von Benjamin Falk zu 'Futurama'

WERBUNG
Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 12.09.2017
80%
Kritik zu Season 5
Eine Staffel (engl. Season) einer TV-Serie besteht meist aus 10-24 einzelnen Episoden, die dann oft durch eine längere Drehpause getrennt sind.
Nach einer etwas längeren Pause konnte "Futurama" damals zum Glück zurückkehren. Dies geschah jedoch nicht auf normalem Wege, sondern man entschied sich, vier Filme zu kreieren, die man dann für die fünfte Staffel in jeweils vier Episoden unterteilte. Die einzelnen Filme habe ich nun alle schon kritisiert, doch nach einer erneuten Sichtung wollte ich hier noch mal eine neuere Meinung dazu niederschreiben und verpacke das somit als Kritik an die fünfte Staffel.

Den Anfang macht dabei "Bender's Big Score". So ganz erreicht man die vorherige Qualität hier in meinen Augen nicht, dennoch meldet sich "Futurama" toll zurück und geizt auch gleich am Anfang nicht mit Seitenhieben gegen den Sender Fox, der ja angeblich etwas damit zu tun hatte, dass die Serie überhaupt abgesetzt wurde. Nun gibt es eine sehr große Story, die 85 Minuten füllen muss und die Drehbuchautoren haben ihre Sache hier wirklich sehr kreativ gemacht. Die Zeitreise-Thematik ist ja nichts neues mehr, aber so umfangreich wie hier, war das zuvor noch nicht vorhanden. Ständig gibt es eine Wendung, immer wieder wechseln die Zeiten und man vergisst dabei nicht mal die Logik. Das ist eine wahnwitzige Story, die mir echt gefallen hat, weil sie stets interessant bleibt, nie zu vorhersehbar ist und nebenbei sogar noch eine weitere schöne Liebesgeschichte besitzt. Aufgelockert wird dieser wilde Ritt durch zahlreiche Gags, die früher definitiv besser funktioniert haben, aber oftmals kann man noch beherzt lachen. Schön ist nebenbei auch, dass man so gut wie alle Figuren im ersten Film untergebracht hat. Die deutsche Synchronisation hat sich bei ein paar Figuren leider verändert, doch im Großen und Ganzen bleiben die Stimmen erhalten, an die man sich gewöhnt hat und das ist gut so. Es gibt noch ein actionreiches Finale und für Kurzweil ist hier definitiv gesorgt, selbst wenn man sich erst daran gewöhnen muss, "Futurama" auf Spielfilmlänge zu schauen. Dennoch: Das Experiment ist geglückt, es verhindert auch als zu viel Routine und dafür kann man hier nur dankbar sein. Schön, dass "Bender's Big Score" entstanden ist, denn als Auftakt zu den vier Filmen ist er echt sehr gut gelungen!

8,5 Punkte!

Die Idee, eine fünfte Staffel von "Futurama" aus vier Filmen bestehen zu lassen, ist immer noch cool und nach dem durchaus gelungenen Einstieg, den "Bender's Big Score" hinlegte, durfte man sich auf "Die Ära des Tentakels" umso mehr freuen. Der vorherige Film hatte ja eine Art Twist und so geht es nun direkt weiter. Die Handlung besitzt dieses Mal einen deutlich konventionelleren Aufbau und ist nicht mehr so wahnwitzig, wie im Vorgänger. Kann man sowohl positiv, wie auch negativ sehen, doch für Abwechslung ist somit schon mal gesorgt. Bis das mal Formen annimmt, vergeht einige Zeit, doch in der zweiten Hälfte ist alles klar. Da dürfen mal wieder reichlich Anspielungen fließen. Die gesamte Handlung bedient Science-Fiction-Filme, wie auch Monsterhorror der 50er Jahre und zum Ende hin wird es sogar noch arg anspruchsvoll, denn dieser Vergleich mit dem Himmel ist nicht ohne. Sowieso bekommt die Gesellschaft ihr Fett weg und an bissigem Humor mangelt es hier keineswegs. Die Gags sind dabei meistens sehr gut, aber ein paar verfehlen ihr Ziel auch etwas, wobei Humor ja immer Geschmackssache bleiben wird. Das beginnt fulminant und verliert mit der Dauer der Laufzeit immer mehr an Reiz, so dass das letzte Viertel dann etwas enttäuschend ausgefallen ist. Bei einer Laufzeit von 85 Minuten ist das jedoch weniger tragisch. Aus diesem Grund gefiel mir "Die Ära des Tentakels" aber leicht schwächer, als sein Vorgänger und auch die Emotionen wollen hier nicht ganz so zünden. Hatte man in "Bender's Big Score" nämlich noch eine niedliche Nebengeschichte, so bleibt man hier im ebenfalls tollen Nebenstrang reichlich derb und so geht etwas an Vielschichtigkeit verloren. Nichtsdestotrotz ist auch "Die Ära des Tentakels" ein großer Spaß geworden, der viele bekannte Charaktere zusammenführt, auf Spielfilmlänge ordentlich funktioniert, Action und Humor bietet und das Ganze in eine schön kreative Handlung verpackt. Für Fans also durchaus empfehlenswert!

8 Punkte!

Mit "Bender's Game" folgt der dritte Film von "Futurama" und die Macher bewiesen hier erneut viel Kreativität. Diese Episode bzw. dieser Film gefällt mir von allen bisher am besten, denn die Aufmachung weiß einfach zu überzeugen. Da beginnen wir mit einer riesigen Einleitung, in der viel geschieht, die lustig ist und die Spaß macht, aber in Wirklichkeit dient sie nur dem letzten Drittel und dann geht es erst so richtig los. "Futurama" ist bekannt für die tollen Anspielungen und Zitate auf Filme, doch in "Bender's Game" schießt man den Vogel wirklich ab. Am Ende gibt es nämlich eine riesige Parodie auf "Der Herr der Ringe", was echt köstlich geraten ist. Alleine wie man die Figuren hier integriert und ihre Namen sind schon für viele Lacher gut. Doch das ist den Machern noch nicht genug, nebenbei fließen noch zahlreiche weitere Anspielungen mit hinein, wie etwa "Star Wars". Das ist wirklich die höchste Kreativität, dermaßen liebevoll und detailreich ausgedacht, dass es für den Zuschauer eine Freude ist. Natürlich haben sich manche Gags mit der Zeit etwas abgenutzt, was schon in der vierten Staffel der Fall war und was man auch hier erkennen kann, doch bei einer solch hohen Trefferquote der Gags ist das gar nicht weiter schlimm. Gerade zum Ende hin müssen die Lacher gar nicht mehr im Sekundentakt aufkommen, denn man verfolgt auch die Story an sich gerne, in der es noch viel Action zu sehen gibt. Nebenbei sorgt man in "Bender's Game" sogar noch für etwas mehr Kontinuität, was ich an der Serie stets schätzte und ich finde es toll, dass man daran festhält und manchen Charakteren noch etwas mehr Hintergrund verleiht. Auf technischer Ebene ist das immer noch perfekt gemacht und somit gibt es nur wenig an diesem dritten Film zu kritisieren. Das Ganze bewegt sich also deutlich in Richtung Niveau der ersten vier Staffeln, kann die Höchstwertung nicht ganz erreichen, weil sich dafür manche Gags schon etwas zu sehr abgenutzt haben, aber ich war dennoch höchst zufrieden mit diesem Beitrag und kann deshalb nur eine klare Empfehlung an alle Fans von "Futurama" aussprechen!

9 Punkte!

Und noch ein vierter Film von "Futurama" durfte es sein. Sollte mich freuen, denn die vorherigen Werke waren doch sehr ordentlich, wenn auch von leicht unterschiedlicher Qualität. "Leela und die Enzyklopoden" macht den Abschluss allerdings leicht enttäuschend, selbst wenn das hier Meckern auf hohem Niveau ist. Mir gefiel auch dieser Film gut, aber trotzdem funktioniert das nicht so toll, wie es das zuvor tat. Das fängt schon bei der Story an. Obwohl ich das Werk damals auch sah, ist mir davon nicht so viel in Erinnerung geblieben, was ich nach einer erneuten Sichtung gut nachvollziehen kann. Wie bereits im Vorgänger lässt man sich lange Zeit, bis man die eigentliche Handlung beginnt, nur wirkt diese Vorbereitung etwas belangloser und der Rest, der dann hinterher folgt, ist auch nicht gänzlich gelungen. Das bietet nicht so viel Platz für tolle Anspielungen, Zitate und Parodien. Darunter leidet allgemein auch etwas der Witz. Es gibt zwar noch immer einige Lacher und für etwas Kontinuität sorgt man ebenfalls, doch zum Brüllen komisch ist "Leela und die Enzyklopoden" eher nicht. Die Figuren machen einen leicht schwächeren Eindruck, es gibt keine Spannung und auch etwas weniger Action. Für eine Episode wäre das nicht so schlimm, aber bei einer Laufzeit von 85 Minuten machen sich gewisse Längen bemerkbar. Das ist schade. Am Ende ist man "Futurama" dafür zwar absolut nicht böse, denn dafür ist die gebotene Qualität doch noch zu hoch, jedoch ist "Leela und die Enzyklopoden" als Abschluss der fünften Staffel etwas zu lahm geraten, lässt die vorherige Kreativität vermissen und die Trefferquote der Gags ist einfach nicht so hoch, wie man das von der Serie gewohnt ist. Für Fans bleibt das Pflichtprogramm, nur blieb eine minimale Enttäuschung bei mir nicht aus.

7 Punkte!

Fazit: "Futurama" hat mit der fünften Staffel also ein durchaus gelungenes Comeback gefeiert, welches nicht an die frühere Qualität anknüpfen kann, manchmal aber gar nicht so weit davon entfernt ist. Auf jeden Fall sind hier vier sehr unterschiedliche Filme entstanden, die mir Spaß gemacht haben und lediglich eine kleine Enttäuschung ist dabei. Alleine für die beiden Bender-Beiträge muss man die fünfte Staffel aber einfach lieben!

War diese Kritik hilfreich?
2 von 3 Besuchern fanden diese Kritik hilfreich.
 
weitere Kritiken zu dieser Serie
27.08.2017Benjamin Falk
Kritik zu Season 1
100%
01.09.2017Benjamin Falk
Kritik zu Season 2
100%
01.09.2017Benjamin Falk
Kritik zu Season 3
100%
12.09.2017Benjamin Falk
Kritik zu Season 4
90%
12.09.2017Benjamin Falk
Kritik zu Season 5
80%
Eigene Kritik schreiben
Weitere Kritiken in der aktuellen Übersicht oder im Archiv
 
 Teil der Serie 'Futurama ' 
 
zelluloid - Navigationselement
WERBUNG
Kurz-Link zu dieser Seite: http://zel.lu/k8Lt
foyer | charts | filmnews | kinostarts | kinoprogramm
kritiken | heimkino | directory | background
 
zelluloid.de • ©1998-2017 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann
 
SitemapImpressuminfo@zelluloid.de
C
Hinweise zum DatenschutzNutzungsbedingungen