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Kritik von Frederik Braun zu 'Tropic Thunder'

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Kritik von Frederik Braun
veröffentlicht am 03.02.2009
75%
Sequel ist der englische Begriff für eine Fortsetzung.
Ein Trailer ist ein aus einigen Filmszenen zusammengesetzter Clip zum Bewerben eines Kino- oder Fernsehfilms, eines Computerspiels oder einer anderen Veröffentlichung. Der Zweck eines Trailers ist es, dem Publikum einen Vorgeschmack auf das beworbene Produkt zu geben und natürlich Werbung für dieses zu machen.
Fast ein Jahrzehnt ist es jetzt schon her, dass Ben Stiller es sich im Regie-Stuhl bequem gemacht hat. "Zoolander" war eine schräge Komödie ganz in Stiller'scher Manier. So klang es Mitte 2007 schon etwas eigenartig, als bekannt wurde, dass Stillers neuer Film eine Satire werden würde. Hat Amerikas Spezialist für den derben Humor wirklich das nötige Feingefühl für so ein Projekt?
Die Antwort ist "jein", wobei das "ja" in diesem Wort überwiegt. "Tropic Thunder" ist politisch inkorrekt, makaber und brilliert mit maßlos überzeichneten Protagonisten. Leider geht ihm in der zweiten Hälfte des Filmes etwas die Luft aus.

Ein großer Pluspunkt ist sicher der originelle Anfang des Filmes. Stillers Komödie wird nämlich mit drei Trailern (und einem Werbe-Spot) eingeleitet, in denen die drei "Hauptdarsteller-Darsteller" in ihren Paraderollen gezeigt werden. Allein diese drei Trailer haben eine treffende Aussage: Sie kritisieren Hollywoods Sequel-Wahn und die platten B-Movie-Komödien, die mittlerweile vom Fließband produziert werden.
Der Anfang des Filmes knüpft direkt an diese Kritik an: Mit einem überladenen Action-Feuerwerk, welches den ein oder anderen bekannten Kriegsfilm gekonnt durch den Kakao zieht, führt Stiller in seine Story ein, die hinter den Kulissen eines Vietnamfilms spielt. Er präsentiert uns das Film-Business als eine Art abgedrehte und skurrile Welt, die von arroganten und skrupellosen Studiobossen (genial: Tom Cruise als Les Grossman) bis hin zu lebensunfähigen Stars, die sich von ihren Managern wie Babys behandeln lassen, bevölkert ist.

Ben Stiller, Robert Downey jr. und Jack Black stehen im Mittelpunkt dieser Welt. Sie sind die Stars in "Tropic Thunder", wobei hier einer schlicht und einfach hervorsticht: Robert Downey jr. legt als "Method Acting"-Anhänger Kirk Lazarus eine wirklich einmalige Performance hin. Jack Black, von dem ich schon immer ein großer Fan gewesen bin (sowohl vom schauspielerischen, als auch vom musikalischen Aspekt her), macht seinen Job als drogenabhängiger Comedian Jeff Portnoy zwar gut, schafft es aber einfach nicht mit Downey jr. gleichzuziehen. Genau wie Ben Stiller, der das spielt, was er am Besten kann: Den vom Pech verfolgten Loser, der das Talent hat in extrem peinliche Situationen zu geraten. Tribut gebührt auch den Neulingen Jay Baruchel und Brandon T. Jackson, die sich neben den drei Altstars wirklich wacker schlagen.
Ansonsten ist der Film bis in die kleinste Rolle ordentlich besetzt: Nick Nolte als Pseudo-Veteran und Drehbuchautor überzeugt genau so wie Matthew McConaughey als Manager von Tugg Speedman (Stiller). Derjenige, der mir den ganzen Film über am Besten gefallen hat, ist jedoch Tom Cruise als Studiomogul Les Grossman. Als dickes und arrogantes Arschloch zeigt er, dass er durchaus Sinn für Humor hat. Scientologe hin oder her - Tom Cruise ist für mich einer der Gründe diesen Film weitere Male anzusehen.

Leider hat auch "Tropic Thunder" seine Kehrseiten. So ist spätestens nach dem "explosiven Auftritt" des Regisseurs der humoristische Höhepunkt des Films erreicht. Danach nimmt die Gagdichte deutlich ab und auch die satirischen Elemente werden vernachlässigt. Mehr und mehr mutiert "Tropic Thunder" zu einem albernen Action-Klamauk und zeigt am etwas enttäuschenden Ende im vietnamesischen Dschungel, dass Stiller die Ideen ausgegangen sind.

Fazit: Ben Stillers Mediensatire fegt wie ein tropisches Gewitter über die Filmlandschaft hinweg und lässt dabei kein Klischee unbeachtet. Fans von Ben Stiller und Jack Black werden definitiv ihren Spaß haben. Wer Robert Downey jr. und Tom Cruise mal anders erleben möchte, sollte "Tropic Thunder" ebenfalls auf keinen Fall verpassen.

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