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Kritik von Dirk Hoffmann zu 'Acts of Violence'

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Kritik von Dirk Hoffmann
veröffentlicht am 13.05.2018
50%
In Eli Roth' Neuauflage von Michael Winners Selbstjustiz-Klassiker "Death Wish - Ein Mann sieht rot" (1974) übernahm Bruce Willis ("Stirb langsam"-Reihe) erst kürzlich die Rolle von Charles Bronson und ging resolut gegen das Verbrechen auf der Straße vor. Auch in Brett Donowhos B-Movie "Acts of Violence" bewegt er sich im selben Genre, agiert als Cop, der von seinem Chef an der kurzen Leine gehalten wird, aber eher auf der Reservebank, wo er nach einem Entführungsfall die betroffene Familie nur unzureichend unterstützen kann. Weder Bruce Willis noch Cole Hauser können allerdings dafür sorgen, dass der uninspirierte Rachethriller spürbar an Qualität gewinnt.
Während sich seine jüngeren Brüder Brandon (Shawn Ashmore) und Roman (Ashton Holmes) ein eigenes Leben aufzubauen beginnen, vermag Kriegsveteran Declan MacGregor (Cole Hauser) seine traumatischen Erfahrungen nicht zu verarbeiten, greift immer wieder zur Flasche und stößt mit seinem rauen Verhalten der Familie immer wieder vor den Kopf. Als Roman seine langjährige Freundin Mia (Melissa Bolona) heiraten will, sagt er nicht mal zur Hochzeit zu. Erst als Mia bei ihrem Junggesellinnenabschied im Club von zwei Männern belästigt und schließlich am Hinterausgang von ihnen entführt wird, erwacht Declan aus seiner Lethargie, hat er doch wieder eine Mission, für die er in den Krieg ziehen kann. Er stattet seine Brüder mit schweren Waffen aus und macht sich auf die Jagd, zumal er nicht das Gefühl hat, dass die Cops James Avery (Bruce Willis) und Brooke Baker (Sophia Bush) viel zur Aufklärung des Verbrechens beitragen können. Tatsächlich sind die beiden Detectives seit längerer Zeit an dem raffiniert aufgezogenen Mädchenhändlerring von Max Livingston (Mike Epps) dran, konnten ihm aber bislang nichts nachweisen. Und nun untersagt auch noch Averys Chef Hemland (Patrick St. Esprit) ein weiteres Vorgehen in dieser Sache. Doch das hält Avery nicht davon ab, die drei Brüder bei ihrer Mission nach besten Kräften zu unterstützen.
Schauspieler, Produzent und Regisseur Brett Donowho ("The Sacred", "Salvation") vereint in seinem Geiselbefreiungs- und Rachethriller mit Bruce Willis und Cole Hauser ("Olympus Has Fallen", "2 Fast 2 Furious") zwei routinierte Darsteller, die dem konventionellen Plot etwas Charakter verleihen. Das trifft auch auf Melissa Bolona ("The Hurricane Heist") zu, die die entführte Mia mit überzeugender Toughness spielt. Allerdings bewegen sich die Figuren allesamt auf ausgetretenen Pfaden und gewinnen bei der tempo- und actionreichen Inszenierung kaum an Profil. Dabei hätte der durch die Krise erzwungene Zusammenhalt der drei Brüder ebenso gutes Potential zu einer psychologisch fundierteren Charakterisierung gehabt wie Avery Ohnmacht angesichts der Fesseln, die ihm seine Vorgesetzten im Kampf gegen den Mädchenhändlerring anlegen. So werden die Reibungspunkte nur kurz thematisiert, um dann wieder Max' skrupellosen Geschäften auf der einen Seite und den drei MacGregor-Brüdern auf dem Kriegspfad auf der anderen Seite zu schwenken. Die Darsteller sind sichtlich bemüht, das Beste aus ihren dünn skizzierten Rollen zu machen, und wirken ansprechend präsent. "Acts of Violence" ist flott in Szene gesetzt, leidet aber unter der Vorhersehbarkeit des Plots und der oberflächlichen Dramaturgie, während Action-Fans aber definitiv auf ihre Kosten kommen.
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