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Kritik von Dirk Hoffmann zu '24 Hours to Live'

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Kritik von Dirk Hoffmann
veröffentlicht am 11.05.2018
60%
Seit seinem Durchbruch in "Der Club der toten Dichter", Peter Weirs Huldigung an die Dichtkunst und Lebensideale der Romantiker aus dem Jahre 1989, hat sich Ethan Hawke vor allem als in eher kopf- und herzlastigen Dramen wie Richard Linklaters "Before"-Reihe und "Boyhood" sowie Literaturverfilmungen "Schnee, der auf Zedern fällt", "Hamlet" und "Große Erwartungen" ausgezeichnet. Hin und wieder sieht man den charismatischen Darsteller aber auch in actionreichen Dramen wie "Training Day", "Das Ende - Assault on Precinct 13 ", "Gesetz der Straße" oder "The Purge". In Brian Smrz' "24 Hours to Live" überzeugt Hawke nun als Auftragskiller, der gerade mal einen Tag lang Zeit hat, um einen letzten Auftrag zu erledigen, bevor er selbst das Zeitliche segnen muss.
Nachdem seine Frau und sein Sohn getötet wurden, während der Söldner Travis Conrad (Ethan Hawke) im Einsatz war, hat sich Travis eine unbestimmte Auszeit genommen, in der er vor allem dem Alkohol zuspricht. Doch dann macht ihm sein alter Freund und Kollege Jim Morrow (Paul Anderson) ein verführerisches Angebot, das ihm pro Tag eine Million Dollar einbringt. Dazu muss er nur einen Zeugen ausschalten, der gegen einen mächtigen Konzern aussagen soll, der für etliche Gräueltaten in Südafrika verantwortlich gewesen ist. Dazu beginnt er eine Affäre mit der attraktiven Interpol-Agentin Lin Bisset (Qing Xu), die ihn allerdings erschießt, bevor Travis mit den erbeuteten Informationen etwas anfangen kann. Doch statt anschließend beerdigt zu werden, wacht Travis in einem Labor auf, wo er für 24 Stunden wiederbelebt wird, um seinen Auftrag beenden zu können. Doch Travis hat kein Interesse mehr daran, seine kostbare Zeit mit dieser Mission zu vergeuden, und setzt alles daran, seinen alten Arbeitgeber ins Verderben zu stürzen, wobei ihm auch sein Schwiegervater (Rutger Hauer) behilflich sein kann ...
Wenn ein tödlicher Countdown im Spiel ist, ist rasante Action nahezu vorherbestimmt, siehe John Badhams "Gegen die Zeit" oder der Liam-Neeson-Actioner "96 Hours". Auch Stunt-Profi Brian Smrz ("Mission Impossible II", "Blade") setzt in seiner zweiten Regiearbeit nach "Hero Wanted" (2008) auf halsbrecherische Autojagden, lautstarke Ballereien und raue Nahkämpfe, um Ethan Hawke in bester "Stirb langsam"-Manier als Einzelkämpfer gegen übermächtig erscheinende böse Jungs ins Feld ziehen zu lassen. Dabei sorgen zum Glück immer wieder einige Rückblicke auf ein trautes Familienglück und läuternde Gespräche für angenehme Ruhepausen und sogar etwas emotionalen Tiefgang, aber letztlich ist Ethan Hawkes getriebene Figur leider auch die einzige mit persönlichem Profil. Wer sich von dem darüber hinaus eindimensional gezeichneten Cast und der vorhersehbaren Handlung nicht abschrecken lässt, bekommt einen gut aufgelegten Hauptdarsteller in einem packend inszenierten Action-Kracher geboten, der zumindest für 24 Stunden nachhält.
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