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Kritik von André Gerstenberger zu 'Kickboxer - Die Abrechnung'

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Kritik von André Gerstenberger
veröffentlicht am 13.05.2018
65%
Ein Remake ist eine Neuverfilmung eines bereits existierenden, meist mehrere Jahrzehnte älteren Films.
Also die Reihe ist nicht ganz einfach zu verstehen. "Kickboxer - Die Vergeltung" fungierte als Remake für den Film "Karate Tiger 3". Auf anderen Seiten hieß es stelle ein Reboot dar. Nun wie dem auch sei, ich halte mich nicht wirklich damit auf, als was der Film fungieren soll, denn die Neuausrichtung des Films war schon damals etwas waghalsig. Er wurde halbwegs akzeptiert und sicherlich bot er einige Schwächen, womit John Stockwell seine Schwierigkeiten hatte diese auszumerzen, aber wenn man das lasche Argument dafür verwendet das jeder Protagonisten sich den Arsch aufriss, um wenigstens bei der Kampf-Choreographie seine Stärken auszuspielen, kann man so einige Logikfehler ausblenden. Sicherlich erreicht er nicht ansatzweise die Atmosphäre und die Qualität der alten Teile, aber im heutigen Zeitalter, müssen selbst die Regisseure sich einigermaßen anpassen, damit die Leute den Weg in die Videothek nicht verfehlen. Denn war "Kickboxer 3" noch ein Kinofilm, boten die Fortsetzungen nicht mehr die Qualität fürs Kino und schon sehr früh begann man damit, die Filme als harte B-Actioner umzustrukturieren. Van Damme spielt dabei nur in "Kickboxer 3" eine Rolle und die anderen Fortsetzungen wurden kurioserweise mit vielen anderen Martial Arts Schauspielern besetzt. Die Filmreihe ist im Grunde genommen ein großes Mysterium, aber man sollte es als Einzelfilme akzeptieren, dann wird man deutlich mehr Spaß haben. Somit ist der Abschnitt der Reihe ab "Kickboxer - Die Vergeltung" ein schlauer Schachzug. Denn siehe da "Kickboxer - Die Abrechnung" bietet so einige Handlungsverknüpfungen aus dem vorherigen Teil, wenn auch deutlich die Logik sträflich vernachlässigt wird, sollte man den Drehbüchern nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken. Dimitri Logothetis der als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent fungierte ("Kickboxer - Die Vergeltung", "Kickboxer - Die Abrechnung") hat sich dafür entschieden, den Film einigermaßen unterhaltsam über die Runden zu bringen. Der Film hat einige Anschlussfehler und ja er ist teilweise schlecht inszeniert, aber Dimitri Logothetis hat dafür ein fähiges Team um sich herum, die ihm dabei geholfen haben den Film auf ein gewisses Level zu hieven, denn Alan Moussi hat bei diesem Film die Kampfkoordination übernommen. Und der gute Mann hat sich unheimlich gesteigert, der Schweiß auf seiner Stirn ist deutlich zu spüren. Er wird wenn er so weiter macht auf jeden Fall noch mit Leuten wie Isaac Florentine oder Scott Adkins zusammenarbeiten, zumindest wünsche ich mir das. Teilweise wird der Film mit einigen Farbfiltern etwas versaut und ich finde mit einem anderen Regisseur hätte man noch viel mehr herausholen können, aber wie gesagt es ist ein unterhaltsamer Martial Arts/-Actionfilm und das ist der größte Pluspunkt. Marginales Drehbuch, aber dafür maximale Anzahl der Kampfszenen. Der Film hat eine herausragende Besetzung zu bieten. Leute wie Christopher Lambert, Jean Clauce Van Damme und Mike Tyson dürften auf internationaler Ebene für große Euphiere sorgen. Also jeder der Protagonisten hat eine gewisse Leinwandpräsenz, wobei natürlich Alan Moussi die zentrale Hauptfigur verkörpert. Van Dammes Rolle ist ganz okay und er hat immer noch gewisse Qualitäten zu bieten, aber ich bin mal auf "Black Water" gespannt, wo er wieder eine Hauptrolle übernommen hat. Lambert agiert wie aus einem 80er Jahre Videotheken Film, dem man nicht wirklich ernst nehmen kann. Mike Tyson hatte das Glück, als stützende Hilfe für Alan Moussi einen mehr als beachtlichen Kampf abzuliefern, das Debakel aus "Ip Man 3" ignoriere ich am besten, denn das war ein mehr als lausiger Kampf. Doch der Ehrgeiz bei diesem Film war enorm, mit echter Wucht präsentiert er sich hier mehr als nur vorbildlich. Es ist ein grandioser Kampf zwischen ihm und Alan Moussi. Dabei bietet er ein unheimliches Repertoire der Kampfarten, was Alan Moussi angeht. Seine Moves sind sehr erfrischend und perfekt ausgearbeitet. Es macht echt Spaß ihm zuzusehen, an Scott Adkins kommt er zwar nicht ran, aber dafür hat er Qualitäten die mehr als beachtlich sind. Der Endkampf zwischen ihm und dem "Riesen Gorilla" stellt eine echte Show dar. An die 25 Minuten verprügeln sie sich auf härteste Art und Weise und die FSK 16 Freigabe ist mehr als fraglich, aber naja die Jugendlichen wollen solche Filme ja auch gerne mal betrachten und dürften somit in den Genuss kommen, sich diesen Film legal zu erwerben. Aus technischer Sicht bietet der Film nichts besonders, aber er besitzt eine gewisse Qualität womit den Verkaufszahlen nichts mehr im Wege stehen wird.

Fazit: Also ich kann nicht behaupten der Film ist schlechter oder besser als "Kickboxer - Die Vergeltung" er hat einen Showdown womit er einige Martial Arts Filme übertroffen hat, aber der Rest bietet nicht mehr als solide Unterhaltung. Van Dammes Umstrukturierung der Rolle ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber man kann sich damit anfreunden, da er immer noch etwas von seiner Kampfkunst präsentieren darf, wenn auch in deutlich geschmälerter Ausführung. Mike Tyson ist eine echt gute Wahl gewesen und ich finde Lambert dient eben als lächerlicher Bösewicht, aber ich fand es ganz amüsant. Kein notwendiger Actionfilm, aber besser als so mancher Hollywood Krepierer.

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 Teil der Serie 'Kickboxer' 
 Karate Tiger 6 - Entscheidung in Rio (1992)  
 Kickboxer 4 - The Aggressor (1994)  
 Kickboxer 5 (1995)  
 Kickboxer: Die Vergeltung (2016)  
 Kickboxer - Die Abrechnung (2018)  
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