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Kritik von Ludwig Wiesmann zu 'Gestüt Hochstetten'

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Kritik von Ludwig Wiesmann
veröffentlicht am 11.02.2018
75%
Die Bezeichnung ARD steht für "Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland". Gegründet wurde die ARD mit sechs Landesrundfunkanstalten sowie RIAS Berlin. Heute gehören der ARD neun regionale Anstalten sowie die Deutsche Welle an.
www.ard.de

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Unter dem Begriff Cliffhanger versteht man den offenen Ausgang einer Geschichte. Das Wort beschreibt auch jenen Höhepunkt, der am Ende einer Geschichte den Zuschauer dazu bewegen soll, auch deren Fortsetzung zu verfolgen.
"Was ist denn das für ein Ende?" schrieb eine Zuschauerin eine Viertelstunde nach der Ausstrahlung der letzten Folge dieses ARD-Vierteilers, der in Österreich in acht Episoden á 45 Minuten unter dem Titel "Trakehnerblut" ausgestrahlt wurde. Damit dürfte sie vielen Zusehern aus dem Herzen gesprochen haben, denn zum Ende hin werden so viele Details einer eher verwobenen und undurchsichtigen Vorgeschichte in solcher Geschwindigkeit abgespult und ein fulminanter "Cliffhanger" präsentiert, der förmlich nach einer weiteren Fortsetung der Geschichte schreit. Es sei denn, der Zuschauer soll sich in seinem Kopf verschiedene denkbare Varianten, wie es mit dem Gestüt Hochstetten weitergeht, ausdenken.
Doch der Reihe nach: Die 23jährige Alexandra Winkler (überzeugend gespielt von Julia Franz Richter), Beschäftigte in einer Wiener Bäckerei, erfährt durch ein Testament, dass sie von ihrem Vater, der sich nach dem Tod ihrer Mutter bei ihrer Geburt aus dem Staub gemacht hat, dass sie ein ganzes Gestüt geerbt hat. Sie reist dorthin und trifft auf ihre (Halb-)Geschwister Maximilian, Leander und Silvia, die allesamt nicht erfreut sind, eine weitere bis dato unbekannte Miterbin zu haben. Man bietet ihr 200.000 Euro an, wenn sie auf das Erbe verzichtet. Doch nach einem Besuch des Gestüts kommen ihr doch Zweifel, ob sie das tun sollte. Schließlich nimmt sie das Erbe doch an, teilt es aber mit ihrem Bruder Maximilian, da sie vom Tagesgeschäft überhaupt keine Ahnung hat. Nach und nach erkennt sie, dass Maximilian - getrieben von seiner dubiosen Freundin Maggy Loss (Jeanette Hain) - einen Grand Prix nach Hochstetten holen will. Mit unabsehbaren Folgen für die Pferde und die Finanzen des Guts. Und sie wird immer mehr mit einem Familiengeheimnis konfrontiert.
Der Vierteiler kommt alles andere als spektakulär daher und hat durchaus seine Längen, aber er zieht den Zuschauer nach und nach in seinen Bann. Einen großen Anteil daran hat Julia Franz Richter, die in ihrer erst zweiten TV-Rolle sehr überzeugend die innere Zerrissenheit und Selbstsuche auf den Zuschauer überträgt, auch bedingt durch die sparsamen Dialoge ihrer Rolle. Gern hätte man mehr von ihr erfahren, doch dies lag wohl im Sinne von Drehbuch und Regie, denn so wird aus der eher durchschnittlichen Geschichte ein fesselndes Psychogramm. Die Titelheldin wächst im Verlauf der Geschichte zu einer starken Persönlichkeit heran, die den Wert von Familie kennenlernt und erfährt, warum gerade sie von ihrem Vater eingesetzt wurde, das Gestüt Hochstetten weiterzuführen. Wie es dann wirklich weitergeht, werden wir hoffentlich in weiteren Folgen von dem schönen österreichischen Trakehnergut erfahren. Die sind aber derzeit nicht in Sicht.
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