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Kritik von André Gerstenberger zu 'Altitude - Die Hard in the Sky'

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Kritik von André Gerstenberger
veröffentlicht am 05.11.2017
20%
Meine Review zu "Altitude" :

Da ich immer noch krankgeschrieben bin, beschäftige ich mich weiterhin mit Dolph Lundgren Filmen. Sein neuster Film "Altitude" ist wieder einmal ein Beispiel für unfähige Regisseure.
Nun in den letzten Jahren hatte Dolph Lundgren ein Berg- und Talfahrt erlebt. Seine Filme waren teilweise sehr unterhaltsam. Es gab hier und da ein Machwerk, was sich selbst kaum Hardcore Fans reinziehen können, es sei denn sie sind abgehärtet und können sich selbst den letzten Schundfilm reinziehen, wenn sie dazu fähig sind.
Ich persönlich schätze den Schweden, da er bis heute seinem Stil treu bleibt. Nun ja bei diesem Film allerdings merkt man seine eher beschränkte Leistung als Schauspieler. Selten agierte der gute Dolph, so gelangweilt und desinteressiert, wie es hier der Fall ist.
Auch seine Rolle als Bösewicht stellt ein Fragezeichen dar, da er völlig neben der Spur agiert und in keinem einzigen Moment, wirklich im Film ist. Mir kam es so vor, als wenn er zuvor seinen Scheck bekam und dann in Windeseile die paar lustlose Szenen abgedreht. Mit einer Art und Weise, wo selbst ich als Riesenliebhaber Probleme hatte. Doch das alles wäre noch zu verschmerzen, wenn Dolph Lundgren von Manfred Lehmann wie gewohnt synchronisiert worden wäre. Doch da muss ich euch bitter enttäuschen. Denn man hat jemanden engagiert, der nicht einmal bei der Synchronkartei eingetragen ist. Das zeugt schon von Peinlichkeit. Ein alter Action Schauspieler, der von einem Milchbubi synchronisiert wurde. Ich und meine Freunde waren erst geschockt und konnten uns nicht mehr einkriegen was den Lachanfall angeht. So etwas kann selbst der härteste Zuschauer, nicht ernst nehmen. In wirklich jeder Szene wird Dolph Lundgren bis aufs letzte in den Dreck gezogen, da er wie gesagt mit der Synchronstimme, jegliche Authentizität und Coolness nicht übermitteln kann. Selbst seine Mimik und Gestiken sind dermaßen peinlich, das ich so etwas von ihm noch nie erlebt habe.
Die anderen Schauspieler sind ebenfalls unterste Schublade. Wirklich kein einziger Schauspieler kann nur Ansatzweise etwas retten. Was ohne hin schon schwer ist, denn mit so einem desaströsen Drehbuch, kann selbst ein alter Haudegen wie Dolph Lundgren nichts mehr retten. Er hat von Anfang sehr schnell eingesehen, das es nichts bringt, so etwas wie Leidenschaft mit einzubringen.
Das Drehbuch, was ja für einen Film als äußerst wichtig erscheint, wurde hier wohl von jemanden geschrieben, der nicht mehr alle Latten am Zaun hat. Man kann es kaum glauben, dass drei Leute Autoren für so ein Machwerk beauftragt wurden. Die Drehbuchautoren haben zuvor zwei bis drei Filme mit Drehbüchern versorgt, wobei diese nicht erwähnenswert sind, da sie wohl dem Niveau des aktuellen Films gerecht werden. Sie haben es nicht einmal für nötig gehalten, so etwas wie Raffinesse oder den Ansatz von Leidenschaft mit einzubringen.
So wird einem eine Geschichte geboten, die dermaßen langweilig und uninteressant dargestellt wird, das selbst die ermüdenden Actionszenen für keine Aufregung sorgen.
Insgesamt wirkt der Film wie ein Puzzlestück, nur das die einzelnen Puzzlestücke zu keiner Zeit sich zusammenfügen lassen. Also wird einem ein Wirrwarr geboten, das für Kopfschmerzen sorgen dürfte und das ist echt hart, da man zumindest so etwas wie Unterhaltung erwartet, wenn auch nicht auf höchstem Niveau.
Regisseur Alex Merkin ist mit Vorsicht zu genießen, denn Filme wie "Percentage" und "House of Bodies" sind ebenfalls üble Machwerke.
Was dass Technische angeht glaubt man kaum, was man selbst nach über zehn Jahren immer wieder erleben kann. Eine absolute Katastrophe! Kameraeinstellungen, erinnern an einen Filmschüler, der gerne einmal mit der Kamera sich austoben möchte. Zudem ist der Schnitt dermaßen lächerlich angesetzt, das wohl entweder das Programm versagte oder der Typ, der dafür zuständig war und dabei zu oft die Copy-Paste-Tasten betätigte.
Ich weiß nicht, ob man hier von einem Szenenbild reden kann, denn jede Szene wirkt so amateuerhaft, das selbst die Lichtverhältnisse dermaßen beschissen sind, das man teilweise kaum etwas erkennen kann. Gegen Ende des Films, treibt der Film es wirklich auf die Spitze, was den Bodensatz der Peinlichkeit angeht. Ich weiß gar nicht wie ich dies in Worte beschreiben kann, das fällt mir wirklich schwer. Doch die letzten zehn Minuten des Films sind wie eine Achterbahn des Schreckens und das ist noch untertrieben, denn es wird euch die Kinnlade herunterfallen, wenn ihr es bis dahin durchgekämpft habt.

Fazit: Ich dachte, mit "Agent Red" hätte Dolph Lundgren den Tiefpunkt seiner Karriere überstanden, jedoch ist es soweit. Dieser Film ist wirklich das übelste was ich bisher von ihm gesehen habe. War "Agent Red" noch ein erfreulicher Trashfilm, mit unheimlich viel Charme was Dolph Lundgren angeht, ist "Altitude" leider nur ein ärgerliches Machwerk. Es macht rein gar nichts Spaß. Es gibt nur eine Szene wo wir uns weggeschmissen haben vorlachen. Das war auch das einzige was man als Highlight erwähnen kann, wobei selbst diese Szene im Normalfall als Grenzdebiler Mist durchgehen würde. Also ich muss das erste Mal leider eines loswerden. Es sollte sich keiner diesen Film kaufen. Ich habe zehn Euro dafür ausgegeben und ich weiß weltweit werden sich nicht einmal fünf Prozent der Fans sich diesen Mist kaufen. Ich habe den Film bis zum Ende angeschaut, weil ich eben abgehärtet bin. Ich würde jedem davon abraten sich diesen Film zu kaufen geschweige auszuleihen. Wartet lieber auf "Black Water" denn ich denke, der Film wird etwas zu bieten haben.

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