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Kritik von Dirk Hoffmann zu 'Unlocked'

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Kritik von Dirk Hoffmann
veröffentlicht am 20.10.2017
60%
Biopic ist der englische Begriff für eine Filmbiografie, die aus dem Leben einer Person erzählt, die tatsächlich lebt oder gelebt hat.
In den 1980er und 1990er Jahren hat der britische Filmemacher Michael Apted so unterschiedliche Werke wie das Spionage-Drama "Gorky Park", das Biopic-Drama "Gorillas im Nebel", den Psycho-Thriller "Blink - Tödliche Augenblicke" und schließlich sogar den James-Bond-007-Teil "Die Welt ist nicht genug" inszenieren dürfen. An diesen Höhepunkt seiner Karriere versucht der 76-jährige Routinier, der in den letzten Jahren eher für das Fernsehen tätig gewesen ist ("Masters of Sex", "Ray Donovan"), mit dem hochkarätig besetzten Spionage-Thriller "Unlocked" anzuknüpfen. Allerdings vermag allein Noomi Rapace ("The Girl with the Dragon Tattoo") mit ihrer charismatischen und sehr körperlichen Präsenz dem Film Klasse zu verleihen, die Top-Stars Michael Douglas, John Malkovich, dazu Orlando Bloom und Toni Collette können dagegen kaum Akzente setzen.
Nachdem sie vor Jahren einen Terroranschlag in Paris nicht verhindern konnte, hat sich die CIA-Agentin Alice Racine (Noomi Rapace) aus dem aktiven Dienst zurückgezogen und arbeitet nun in London unter Leitung von Emily Knowles (Toni Collette) undercover für den MI5. Als die CIA in London einen Kurier für einen islamistischen Hassprediger überwältigt, setzt sich ihr alter Mentor Eric Lasch (Michael Douglas) dafür ein, dass Alice das Verhör mit ihm führt, um von dem Gefangenen Informationen über die biologische Waffe zu erhalten, die für einen geplanten Terroranschlag in London eingesetzt werden soll. Doch bevor Alice ihren Vorgesetzten in den USA von ihren Erkenntnissen berichten kann, muss sie feststellen, dass es einen Maulwurf in der Agency gibt und die britischen Kollegen ihre eigene Agenda verfolgen, zu der auch die Liquidierung der reaktivierten Agentin zählt. Der für die Europa-Abteilung zuständige CIA-Agent Bob Hunter (John Malkovich) muss ebenso wie Alice selbst sehr vorsichtig dabei sein, wer wem noch vertrauen kann ...
Peter O'Brien hält sich in seinem ersten Drehbuch wenig mit der Einführung seiner Figuren auf. Die Protagonistin Alice Racine lernt der Zuschauer als einfache Sachbearbeiterin für Immigranten kennen, die ihrer Chefin regelmäßig Bericht erstattet. Wenig später trifft sie ihren alten Mentor, der nicht vereitelte Terroranschlag von Paris wird in einer kurzen Rückblende thematisiert, dann sitzt Alice auch schon dem von der britischen CIA-Abteilung festgenommenen muslimischen Kurier gegenüber. Hier entwickelt "Unlocked" auch seine Stärken, denn das Verhör gibt einen authentisch wirkenden Einblick in den Agenten-Alltag und etabliert Alice als versierte Verhör-Spezialistin mit gesundem Instinkt und starkem Überlebenswillen. Was folgt, ist eine gelegentlich tempo- und actionreiche, vor allem aber wendungsreiche Agenten-Hatz, bei der auch Orlando Bloom ("Der Herr der Ringe") kurz seine Coolness präsentieren darf, ohne dass seine Figur zum Plot sinnvoll etwas beizusteuern hätte. Dieses Manko haben Toni Collette ("Sixth Sense", "Little Miss Sunshine") als MI5-Agentin und Michael Douglas ("Der Rosenkrieg", "Basic Instinct") als CIA-Veteran nicht, aber mehr als Katalysatoren für die weitere Handlung sind sie leider auch nicht. Einzig John Malkovich ("Con Air", "Gefährliche Liebschaften") darf bis zum Finale den coolen wie souveränen CIA-Chef-Agenten mimen, doch das vertrackte Spionage-Thriller-Drama wird eigentlich von der omnipräsenten, stark aufspielenden und glänzend in Szene gesetzten Noomi Rapace getragen.
Der Plot ist bei allen Wendungen allerdings wenig originell ausgefallen, die Inszenierung aber flott wie unspektakulär, so dass "Unlocked" kurzweilige Genre-Unterhaltung mit einem illustren, aber kaum geforderten Cast und schicken Bildern bietet.
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