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Kritik von André Gerstenberger zu 'Killer's Bodyguard'

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Kritik von André Gerstenberger
veröffentlicht am 01.09.2017
100%
Ein Trailer ist ein aus einigen Filmszenen zusammengesetzter Clip zum Bewerben eines Kino- oder Fernsehfilms, eines Computerspiels oder einer anderen Veröffentlichung. Der Zweck eines Trailers ist es, dem Publikum einen Vorgeschmack auf das beworbene Produkt zu geben und natürlich Werbung für dieses zu machen.
Die Greenscreen-Technik bzw. Bluescreen-Technik ist ein Verfahren in der Film- bzw. Fernsehtechnik, das es ermöglicht, Gegenstände oder Personen vor einen Hintergrund zu setzen, der entweder eine reale Filmaufnahme oder eine Computergrafik enthalten kann.
WOW ich als langjähriger Filmliebhaber werde hin und wieder einmal überrascht. Als ich den Trailer damals erstmals gesehen habe, war ich etwas skeptisch, da es wie eine übliche Action-Komödie aussah, daher habe ich mir überlegt ob ich mir den Film im Kino angucken werde, jedoch hat mich irgendwas dazu bewogen den Film im Kino anschauen zu müssen, da die Besetzung einiges zu bieten hat.

Als ich gestern in der Preview mit meinem Kumpel war, musste ich leider feststellen, das dass Kino leider nicht ausgebucht war, was für mich heißt das einige Fans wohl auf weitere Kritiken warten oder mit dieser Art des Films nicht anfangen können, aber ich hoffe das ich mit meiner jetzigen Bewertung die Leute dazu bewegen kann, sich diesen Film anzuschauen.

Kommen wir nun zum Film: Der Film ist eine Wohltat für das Kino, denn es war bitternötig, das diese Art des Genres endlich mal wieder ins Kino gebracht wird. In den letzten Jahren sind solche Buddy-Action-Komödien eine echte Rarität gewesen. Ich persönlich freue mich immer auf so eine Art des Films, da ich diese Genre Kombination abgöttisch liebe. Also freute ich mich umso mehr als ich laß das Patrick Hughes Regie führte. Er hat zwar bisher nur zwei Filme inszeniert ("Expendables 3", "Red Hill"). Ich muss ehrlich gestehen, das er sich deutlich gesteigert hat, auch wenn er sich mit einem schmalen Budget 30 Millionen Dollar begnügen musste, wusste er ganz genau, wie er das Budget aufzuteilen hat. Denn er konnte vier Top Schauspieler für sich gewinnen und dabei handelt es sich um niemand geringeren als Ryan Reynolds, Samuel L Jackson, Salma Hayek und Gary Oldman. Allein das ist schon eine Kunst, dies unter einen Hut zu kriegen, was Gage und Termine der einzelnen Schauspieler angeht. Patrick Hughes hat meiner Meinung nach einer der Besten Buddy-Action-Komödien abgeliefert und das meine ich wirklich so. Natürlich erreicht er nicht das Niveau von "Red Heat" oder "Tango & Cash", aber in den letzten 20 Jahren gab es keinen besseren Film, was das Genre angeht. Das merkt man vorallem am Drehbuchautor denn man engagierte Tom O'Connor der bisher nur ein Drehbuch verfasste ("Fire with Fire"). Das ist auch ein großer Pluspunkt, denn das Drehbuch ist geradlinig, bietet keine großen Überraschungen oder irgendwelche fehlplatzierte Wendungen. Anstatt drei bis sechs Drehbuchautoren zu verpflichten, entstehen teilweise bessere Filme, wenn jemand ganz alleine ein Drehbuch verfasst. Man kann sich zurücklehnen und den Film einfach genießen.

Kommen wir nun zur Geschichte: Nun wer hier eine Revolution erwartet, ist fehl am Platz, denn der Drehbuchautor hat sich für eine typische Geschichte entschieden, mit einigen Klischees, aber das ist nicht schlimm, denn Ryan Reynolds und Samuel L Jackson hatten so viel Spaß das man darüber nicht nachdenken muss, ob ich das nicht schon bei 50 anderen Filmen gesehen haben. Der Film lebt von den beiden Darstellern und selten habe ich Samuel L Jackson derart motiviert betrachten dürfen. Die Geschichte bietet zudem eine kleine Liebesgeschichte, die aber eher am Rande erzählt wird. Zum Glück bremst dies nicht den Hauptplot aus, denn der Film bietet mehr Spaß, Witz, Sprüche als viele andere Filme der letzten 20 Jahren. Auch wenn die Geschichte teilweise etwas holprig und konstruiert wirkt, hat Patrick Hughes den Fokus darauf ausgelegt, einen reinen Spaß Film zu inszenieren ohne irgendeinen Firle Fanz. Der Film erinnert an die 80er Jahre, als man keinen Pseudo Anspruch mit ins Drehbuch einfließen lassen musste. Nein man hat ehrlich gesagt darauf kein Wert gelegt und das ist auch richtig so. Ich wurde schon lange nicht mehr im Kino so gut unterhalten und das volle zwei Stunden.

Kommen nun zur Inszenierung: Patrick Hughes hat bisher noch nicht so viel Erfahrung was die Regie angeht, aber ich muss ehrlich sagen das sich einige alte Regisseure davon eine Scheibe abschneiden können, denn bei genauem betrachten des Films, fällt einem auf das er hier und da eine raffinierte Idee mitein bauen ließ. Vorallem die Kameraführung, hat ein paar sehr coole Einstellungen die man so auch nicht nicht gesehen hat. Auch bei den Actionszenen hat Patrick Hughes seiner Phantaise freien Lauf gelassen. Genau dann wenn man denkt, jetzt kommt wieder so eine typische Actionszene in Hollywoodmanier, überzeugt Patrick Hughes mit perfekt ausgearbeiteten Actionszenen mit so viel Leidenschaft und Liebe, was man heutzutage nur noch selten im Kino zu sehen bekommt. Mit 30 Millionen Dollar musste er sich natürlich auf Dinge verzichten, was beispielsweise die CGI angeht. Denn da muss ich ehrlich sagen, das man nicht nur bei Actionszenen die offensichtliche CGI zu spüren bekommt, auch bei den Kulissen merkt man, das man oft vor eine Blue Screen gedreht hat, aber ich denke wenn man dies weiß und sich darauf einlassen kann ist dies nur ein kleiner Wermutstropfen, denn der Film überzeugt mit ganz anderen Qualitäten.

Kommen wir nun zu den Schauspielern:

Also Ryan Reynolds war bisher in ernsteren Rollen zu sehen, wobei er bei "Deadpool" bewiesen hat, das er auch durchaus Humor hat und diese cool dem Zuschauer transportieren kann. Bei diesem Film spielt er einen lässigen Bodyguard, wobei sein Charakter auch etwas für Liebe übrig hat, wobei dies im Film nicht weiter vertieft wird, es wird eher an der Oberfläche gekratzt, aber ich mag seinen Charakter, da er in Verbindung mit Samuel L Jackson ein perfektes Duo bildet.

Samuel L Jackson spielt mal wieder ein verdammt coolen Typen, der sich selbst übertrifft was seine Sprüche angeht. Er spielt eine echte Rampensau und Gesetzt sind für ihn ein absolues No Go. Sein Charakter wiederspiegelt den Typen wie in etlichen 80er Jahre Action-Komödien. Auch wenn das nicht wirklich zeitgemäß ist, ist dieser Charakter der Höhepunkt im Film.

Salma Hayek spielt die Ehefrau von Samuel L Jackson und auch wenn ihre Präsenz sich auf eine Gefägniszelle beschränkt, spielt sie ihre Rolle mit so viel Temperament. Selten hat man Salma Hayek so überspritzt erlebt, aber der Charakter soll ja keine realistische Darstellung einer normalen Ehefrau darstellen, man muss die Geschichte verstehen um ihrem Charakter nachvollziehen zu können.

Gary Oldman hat wohl einer der interessantesten Charaktere in seiner bisherigen Karriere spielen dürfen. Er spielt einen russischen Präsidenten, mit den üblichen Klischees. Auch wenn er dafür keine Oscar bekommen wird und sein Schauspiel nicht das Highlight des Films ist, hat er eine solide Performance abgeliefert.

Als Produzenten Team hat er sich das Team aus "Expendables 3" an Bord geholt. Dieses Team besteht aus Boaz Davidson, Trevor Short und Avi Lerner und die haben wieder einmal eine exzellente Arbeit als Produzenten abgeliefert. Man merkt ihnen die langjähringe Erfahrung an, denn sie wissen wie man einen echten Actionfilm abliefert und dies kommt Patrick Hughes zugute und er weiß eben wie man mit allen einzelnen Posten zusammenarbeiteten, damit es ein runder Film wird.

Fazit: Abschließend kann man sagen, das es für mich eine rundum perfekte Action-Komödie ist. Mit einem Budget von 30 Millionen Dollar hat man das Beste daraus gemacht und eine exzellente Besetzung zusammenstellen lassen. Das Drehbuch ist sicherlich kein Highlight und wird wohl keinen Preis gewinnen, aber für Leute die auf diese Art der Filme stehen, ein echtes Erlebnis. Patrick Hughes hat bei mir einige Pluspunkte gesammelt und ich hoffe, er bekommt in Zukunft mehr Regieangebote.

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