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Kritik von Martin Zopick zu 'Get Out'

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Kritik von Martin Zopick
veröffentlicht am 10.05.2017
90%
Regisseur Jordan Peele hat die brutalst mögliche Konsequenz des Rassismus in einen Horrorstreifen verpackt.
Der farbige Chris (Daniel Kaluuya) und seine weiße Freundin Rose Armitage (Allison Williams) besuchen die Armitages. Mutter Missy Armitage (Catherine Keener) ist nach Aussage von Rose Psychiaterin, Vater Dean (Bradley Whitford) Neurochirurg. Was als harmloses Familienwochenende bei den Eltern beginnt, entwickelt sich zu einem grauenhaften Event: Familie Armitage ist auf Organklau bei Farbigen aus. Rose tut sie auf, Missy hypnotisiert die Probanden und Dean entnimmt ihnen das bestellte Organ.
Peele arbeitet mit allerlei gebräuchlichen Akustoschockern und setzt sie so ein, dass der Boden vibriert. Anfangs wird nur ein Reh angefahren, (Bazzoomm!) aber spätestens als der Bruder von Rose Jeremy (Caleb Landry Jones) auftaucht, ahnt man, dass Gewalt in der Luft liegt.
Auf der Party wird es dann schon heftiger. Latent rassistische Haltungen verunsichern vor allem Chris. Die Gäste scheinen sich sicher zu fühlen. Ältere Damen flanieren mit ihrem jungen, kraftstrotzenden Lover, andere betagte Mädels bestaunen und betatschen den Bizeps von Chris. Der will nur noch eins 'Raus!' (Titel).
Der Horror setzt aber erst richtig im OP ein. Dean will das Gehirn von Chris. Der kämpft sich seinen Weg aber frei und muss dabei über Leichen gehen: Dean, Missy, Jeremy, Rose...der Plot ist splattermäßig unterwegs! Sogar das Hausmädchen und der Gärtner wurden bereits operiert. Chris hält Kontakt nach draußen zu seinem Freund Rod, einem Polizisten. Das gibt einerseits Luft zum Durchatmen, lenkt etwas von dem Horrorszenario ab und bereitet den Weg für die befreiende Erlösung. Zuvor haben kleinere technische Mängel das Grauen etwas abgefedert. Schockierend gradlinig, aber durchaus zeitgemäß.
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