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Kritik von Benjamin Falk zu 'Mai-chans Daily Life - The Movie'

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Partner von Entania
Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 14.02.2017
50%
Es ist mal wieder Sicko-Alarm! "Mai-chans Daily Life - The Movie" basiert auf einem Manga, der gerne Erotik und Gore miteinander verband. Nun setzen die Japaner solchen Kram ja auch gerne in Realfilmen um. Das Ganze machte einen halbwegs interessanten Eindruck, weshalb ich mir den Streifen auch ansah, selbst wenn ich ehrlich gesagt kaum wirklich gute Sickos kenne. "Mai-chans Daily Life - The Movie" ist aber tatsächlich nicht so schlecht.

Miyako ist eine junge Frau, die eine Stellenanzeige als Hausmädchen entdeckt. Die Bezahlung ist gut, deshalb bewirbt sie sich. Nach einem Test hat Miyako die Stelle und macht auch gleich Bekanntschaft mit einem weiteren Hausmädchen namens Mai-chan. Doch bereits an ihrem ersten Tag ist Miyako schockiert, wie man Mai-chan behandelt. Allerdings besitzt das Mädchen eine seltsame Fähigkeit. All die Wunden, die man ihr zufügt, verheilen schnell wieder. Miyako beginnt den Reiz der Schmerzen zu entdecken.
Ich kenne den Manga nicht, weil das überhaupt nicht mein Gebiet ist. Hätte ich es nicht gelesen, dass das darauf basiert, wäre ich auch nicht darauf gekommen, denn solch verrücktes Zeug wie hier drehen die Japaner ja gerne mal. Viel Story gibt es ehrlich gesagt nicht, was jedoch nicht so wichtig ist. Die Grundvoraussetzung für etwas Splatter und Erotik ist gegeben. Was will man da noch mehr an Handlung?

Das ist wohl das größte Problem an "Mai-chans Daily Life - The Movie". Nachdem sich das Szenario aufgeklärt hat, gibt es nichts Neues mehr zu erkunden und der anfängliche noch leicht interessante Plot verkommt zum Selbstzweck. Deshalb ist der Film dann auch nur mittelmäßig unterhaltsam. Zum Glück läuft das Ganze aber nur 63 Minuten, was schon den Director's Cut darstellt, und ist somit ziemlich schnell zu Ende. Ein paar kleine Highlights gibt es und man muss sich nicht großartig langweilen, doch für wirklich gute Unterhaltung hat es leider nicht gereicht.

Eine Stärke ist da bestimmt die Inszenierung. Sade Satô, der scheinbar sonst noch gar nichts gemacht hat, macht seine Sache als Regisseur nämlich doch ganz solide. Er bedient sich an vielen Stilmitteln des experimentellen Kinos. So darf es immer mal wieder Schwarzweiss-Szenen zu sehen geben, manchmal werden die Schnitte auch schneller und derbe Splatterszenen unterlegt man mit klassischer Musik. Ist alles nicht wirklich neu, kann sich aber sehen lassen und ist aus handwerklicher Sicht doch ganz brauchbar geraten.
An Atmosphäre mangelt es aber ein wenig. Am ehesten könnte man hier wohl von einem Fetischfilm sprechen, der aber natürlich auch die Gorehounds ansprechen soll. So fehlt mal etwas Urin nicht (allerdings nicht echt), es gibt nackte Haut zu sehen (niemals pornografisch, weshalb einem die verpixelten Stellen zum Glück erspart bleiben) und dann wäre da selbstverständlich noch der Splatter. Harmlos ist das Ganze nicht, doch "Mai-chans Daily Life - The Movie" bietet dem Fan in dieser Hinsicht nicht wirklich etwas Neues. Zudem sind die Effekte nicht perfekt. Zum Glück von Hand gemacht und nicht so übertrieben, wie man das von den Japanern kennt, aber realistisch sieht es leider selten aus.

Den Darstellern kann man dabei keinerlei Vorwürfe machen, was in diesen Sickos ja meistens der Fall ist. Es gibt nur vier Schauspieler zu sehen, von denen am ehesten Miyako Akane und An Koshi etwas zu tun haben. Das wird alles brauchbar und solide gespielt.
Eine Figurenzeichnung gibt es allerdings so gut wie gar nicht, was hier aber eigentlich auch Fehl am Platz gewesen wäre. Besonders viele Dialoge gibt es ebenfalls nicht zu hören. Die Hauptrolle übernimmt dann doch eher der Score, welcher teilweise schön anzuhören ist, manchmal aber auch absichtlich richtig Terror macht und nervig wird.

Fazit: "Mai-chans Daily Life - The Movie" lässt sich nur Fans von Sickos empfehlen. Ich empfand den Streifen als erträglich, weil er zumindest am Anfang eine leicht interessante Geschichte zu erzählen hatte und von den Darstellern gut gespielt wird. Außerdem ist die Inszenierung echt nicht schlecht und lässt kleinere künstlerische Aspekte zu. Am Ende verliert sich das aber leider dennoch etwas in der Belanglosigkeit. Es gibt zwar reichlich Splatter zu sehen, doch dieser überzeugte mich nicht auf ganzer Linie und um eine Stunde lang zu unterhalten, passiert dann doch etwas zu wenig. Der Freund des derberen Kinos kann also ruhig mal einen Blick riskieren, denn gute Seiten besitzt "Mai-chans Daily Life - The Movie" definitiv, ein zweites Mal würde ich mir das aber wohl nicht ansehen wollen!

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