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Kritik von Martin Zopick zu 'Die Ketzerbraut'

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Partner von Entania
Kritik von Martin Zopick
veröffentlicht am 17.02.2017
55%
Wenn das das so hochgelobte TV-Ereignis des Jahres sein sollte? Ich weiß ja nicht. Viel Action wie bei "Game of Thrones", mit Gewalt und Härte. Stellenweise waren die Dialoge um historische Korrektheit bemüht. So mit Luther und dem Kaiser und so. Bis auf die beiden Hauptdarsteller Veva und Ernst (Ruby O. Fee und Christoph Letkowski) blieben die meisten Figuren schablonenhaft und blass. Vor allem die zwielichtige Rolle der Medusa ähnlichen Walpurga (Elena Uhlig) bewirkte so eine Mischung aus Grusel und Schmunzel. Dagegen war Oliver-Ecky-Korittke als geschundener Vater durchaus bemüht etwas Dramatik ins Bild zu bringen. Im Mittelpunkt steht natürlich eine Liebesgeschichte. Aber mit der hapert es ganz schön und alle Pluspunkte sind fast wieder weg.
Veva wird bei der hinausgezögerten Hochzeitsnacht von einem Pfeil von irgendwoher ins Herz getroffen, erlebt wenig später eine wunderbare Auferstehung, geheilt von arabischer Heilkunst. Na ja!? Und so geht es weiter in Richtung Unglaubwürdigkeit, wenn kleine Mädchen große Steine auf Bischöfe werfen, die getroffen fast tot umfallen...wie ein Happening am Kindergeburtstag. Selbst das pralle mittelalterliche Leben bleibt außen vor, wenn in einer Szene ein Bischof mit halbnackten Nutten in der Kutsche fährt. Nur ganz kurz! Dann kommt schon das etwas dilettantische Finale mit viel Hin- und Her Lauferei.
Hansjörg Thurn hat sich bemüht, ein dunkles Kapitel der mittelalterlichen Geschichte mediengerecht aufzubereiten und schaffte am Ende eine wilde Mischung aus Popanz und Gräuel von Gut gegen Böse. Und diese Mischung hier enthält unterm Strich mehr schwache als starke Elemente. Auch Medienereignisse können schwach auf der Brust sein.
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