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Kritik von Benjamin Falk zu 'Slumber Party Massacre III'

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Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 10.01.2017
40%
Ein Slasherfilm ist ein Horrorfilm, in dem ein Mörder mit Messern oder anderen Hieb- oder Stichwaffen sein Unwesen treibt.
Etwa drei weitere Jahre nach dem zweiten Teil, kam es noch zu "Slumber Party Massacre 3", womit die Reihe den Sprung in die 90er wagte. Es ist aber nur fair, dass dies der letzte Teil der Reihe blieb, denn im dritten Teil hat man dem Ganzen eigentlich nichts hinzuzufügen. Deshalb ist dieser Film leider auch recht langweilig.

Es ist nicht unbedingt üblich, dass eine Slasherreihe immer unterschiedliche Killer besitzt. Von dem recht absurden Rock'n'Roll-Killer aus dem zweiten Teil hat man sich verabschiedet und so geht der dritte Teil wieder einen etwas bodenständigeren Weg. Dieses Mal gibt es jedoch einen Unterschied, denn über eine lange Zeit hinweg, weiß man nicht wer der Täter ist. Für Überraschungen sorgt das hinterher trotzdem nicht, selbst wenn ein paar falsche Fährten gelegt werden. Ansonsten gibt es dasselbe Szenario erneut zu sehen. Ein paar Mädels machen eine Pyjamaparty und werden bald von einem Killer überrascht. Das Drehbuch wirkt dabei nicht sonderlich motiviert und kaut nur bekannte Muster durch. Zuvor gab es wenigstens ein paar absurde Ideen, wovon hier nicht viel übrig ist. Da geht der Mord mit einem Vibrator schon fast als Highlight durch.

Die Darsteller haben dabei auch nicht viel zu tun. Erneut kommt hier überhaupt nicht das Feeling einer Fortsetzung durch, weil es auch einfach keine Fortsetzung ist. Darsteller aus den Vorgängern gibt es also auch nicht zu sehen. Was man da vor sich hat, sind einfach nur belanglose Typen, nur wird einem dieses nun nicht mehr so charmant trashig verkauft. Die Schauspieler agieren dabei zwar erneut nicht unbedingt völlig mies, fallen im direkten Vergleich zu den Vorgängern aber ein wenig ab. Und bei der Figurenzeichnung hat man sich auch noch weniger Mühe gegeben. War zwar schon immer belanglos und nichtssagend, war zuvor jedoch immerhin ein ganz wenig markant.

Recht cool finde ich, dass auch bei "Slumber Party Massacre 3" eine Frau Regie führte. Sally Mattison macht ihren Job von allen drei Kandidatinnen zwar am schlechtesten, bedient das Genre aber dennoch so, wie sich das gehört. Es gibt sie also wieder, die obligatorischen Nacktszenen, dazu gesellt sich dieses Mal noch das kleine Spiel um den wahren Täter und wenn die Teenies schreiend durch die Gegend rennen, fühlt man sich schon wie in einem echten Slasher. Zwar einem primitiven und nicht sonderlich originell gemachten, aber aus handwerklicher Sicht geht der Streifen schon noch als passabel durch.
Eine recht krasse Veränderung macht die Atmosphäre durch. Während die ersten beiden Teile komisch waren, ob nun unfreiwillig oder bewusst, geht "Slumber Party Massacre 3" in eine ernstere Richtung. Das bewahrt den Film zwar nicht von dümmlichen, trashigen Szenen, aber es ist keineswegs mehr parodistisch gemeint. Der Zuschauer wird dies spüren und an sich bringt die neue Herangehensweise ja auch Abwechslung mit sich. Leider wird der Film aber genau durch diese Ernsthaftigkeit recht langweilig, weil das einfach zu üblich ist und nicht aus der Masse der damaligen Slasher herausstechen kann.

Der Unterhaltungswert ist also nicht so gut. Das liegt daran, dass "Slumber Party Massacre 3" zu viele Längen aufweist. Mit knapp 90 Minuten Laufzeit ist der Teil der längste der Reihe, aber das ist natürlich immer noch einigermaßen kurz. Hätte man diese Zeit mit mehr Spaß bestückt, wäre es auch gar nicht schlimm gewesen. In der ersten Stunde halten sich die Ereignisse jedoch stark in Grenzen. Die Attacken des Killers sind selten zu sehen und überwiegend bekommt man belangloses Material zu sehen, was ohne die erfrischende Unernsthaftigkeit nun leider deutlich langweiliger ausgefallen ist. Erst im Finale geht dann doch noch ganz gut die Post ab und hier kommt sogar noch ein wenig Spannung auf. Zwar kommt dies zu spät, doch es sorgt wenigstens noch für ein versöhnliches Ende.
Auf ein paar derbe Gewaltattacken braucht man natürlich nicht zu verzichten und der Blutgehalt geht in Ordnung, gefiel mir in den vorherigen Teilen aber dennoch besser. Die Effekte sind immerhin wieder ganz okay ausgefallen.
Der Score ist solide und der Soundtrack bleibt auch passend.

Fazit: "Slumber Party Massacre" die Dritte und zum Glück auch die Letzte. Wer die Vorgänger mochte, weil diese eben doch recht witzig waren, wird hier dumm aus der Wäsche gucken, denn "Slumber Party Massacre 3" versucht doch eher ernst zu sein und leider wird er genau damit auch eintöniger. Was man geboten bekommt, kennt man so nämlich in- und auswendig. Handwerklich mag das noch ganz passabel gemacht sein, die Darsteller stören auch nicht sonderlich und ein paar blutige Einlagen sorgen zumindest ansatzweise für Kurzweil, aber die Story langweilt, die Figurenzeichnung ebenfalls und der Atmosphäre fehlt der trashige Charme. Deshalb fühlte ich mich auch nicht so gut unterhalten und muss somit sagen, dass der Abschluss dieser Reihe eher schwach geworden ist!

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 Teil der Serie 'Slumber Party Massacre' 
 The Slumber Party Massacre (1982)  
 Slumber Party Massacre II (1987)  
 Slumber Party Massacre III (1990)  
 
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