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Kritik von Benjamin Falk zu 'Slumber Party Massacre II'

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Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 10.01.2017
55%
Ein Slasherfilm ist ein Horrorfilm, in dem ein Mörder mit Messern oder anderen Hieb- oder Stichwaffen sein Unwesen treibt.
Es dauerte ca. fünf Jahre, bis "The Slumber Party Massacre" damals doch noch fortgesetzt wurde, was nicht gerade für einen großen Erfolg spricht. 1987 war es dann jedoch wohl mal Zeit für "Slumber Party Massacre 2". Die Blödsinnigkeit des ersten Teils bleibt erhalten und eigentlich ist diese Fortsetzung in allen Belangen minimal besser geworden.

Courtney hat den ersten Teil überlebt, doch seitdem sie und ihre Freundinnen von einem Killer angegriffen wurden, leidet sie unter Albträumen. Zusammen mit ein paar neuen Freundinnen will sie dennoch ein paar Tage wegfahren und nachdem sie ihre Mutter überreden konnte, kann die Party steigen. Doch die Albträume werden nicht weniger und manifestieren sich sogar als seltsame Tagträume. Langsam aber sicher droht Courtney den Verstand zu verlieren.
Die Handlung ist kaum besser, wurde aber noch etwas besser genutzt. Mit einer echten Fortsetzung hat man es eigentlich nicht zu tun, denn wir bekommen zwar wieder den Charakter Courtney zu sehen, ansonsten gibt es jedoch kaum Verbindungen zum ersten Teil. An Story ist das genauso dünn und marginal ausgefallen. Es gibt erneut so gut wie keine Handlung zu beobachten, dafür sind die bescheuerten Ideen jedoch deutlich angestiegen. Wer mit dem Quatsch bereits im ersten Teil Spaß hatte, dürfte dem hier nicht abgeneigt sein.

An den Darstellern hat sich nicht viel getan. Courtney wird nun von Crystal Bernard gespielt, was allerdings kaum einen Unterschied macht. Erneut kann man sagen, dass keine Leistung hier besonders gut ist, aber auch keine irgendwie störend erscheint. Das ist alles noch recht brauchbar gespielt und zumindest wird das recht spaßig vorgetragen.
Zu der Figurenzeichnung kann man ähnliche Worte finden, wie zuvor auch schon. Die Charaktere sind nämlich mal wieder völlig dämlich, besitzen kaum eine Zeichnung und könnten belangloser kaum sein. Doch es stört schon wieder nicht, weil diese Figuren zumindest positiv blöde sind. Ich kam damit schon einigermaßen gut zurecht.

Die Reihe sollte den Frauen treu bleiben und dieses Mal übernahm Deborah Brock die Regie. Schon irgendwie witzig, dass jeder Teil von einer anderen Frau inszeniert wurde. Brock macht es tatsächlich besser, als ihre Vorgängerin. Das liegt vor allen Dingen an den kuriosen Träumen, die hier so abstrakt und dämlich umgesetzt wurden, dass man schon fast von Kunst sprechen möchte. Aus rein handwerklicher Sicht ist "Slumber Party Massacre 2" vielleicht nicht gut gemacht, aber er besitzt seinen eigenen Stil und teilweise gefiel mir das überraschend gut.
Auch die Atmosphäre kommt einen Hauch besser weg. Konnte man beim ersten Teil nie wissen, ob der Humor gerade freiwillig oder unfreiwillig geschieht, lässt sich bei der Fortsetzung eine Tendenz beobachten, die doch eher dafür spricht, dass man absichtlich komödiantische Züge annahm. Mit einer Parodie hat das zwar nur noch seltener zu tun, dafür ist das Treiben teilweise dermaßen übertrieben, dass es anders kaum gemeint sein kann. Der Spaßfaktor ist deshalb auch etwas höher und weil das dennoch alles völlig behämmert ist, könnte auch der Trashfaktor kaum höher sein. Nebenbei werden wieder alle gängigen Slasher-Pflichten erfüllt und so darf es auch an nackter Haut natürlich nicht mangeln.

Der Unterhaltungswert ist relativ gut, obwohl die Laufzeit um ein paar Minuten erhöht wurde. Kurz genug ist "Slumber Party Massacre 2" trotzdem noch. In der ersten Hälfte sieht man da eher den bescheuerten Szenen zu, die aber immerhin nicht zu sehr langweilen und in der zweiten Hälfte ist dann deutlich mehr los. Der Killer schlägt oft genug zu und der Bodycount wächst in einem ordentlichen Maß an. An Action mangelt es also absolut nicht mehr und so verging auch der zweite Teil wieder schön kurzweilig, selbst wenn es nur wenige Highlights zu sehen gibt.
Durchaus gelungen ist der höhere Splatteranteil. Teilweise ist "Slumber Party Massacre 2" echt nicht harmlos und er bietet doch mehr Brutalität, als der erste Teil. Die Effekte sind soweit solide und der Splatterfan wird sich daran erfreuen können.
Der Score ist teilweise echt nicht schlecht, zwar sehr simpel, aber dennoch effektiv.

Fazit: "Slumber Party Massacre 2" ist zu meiner Überraschung minimal besser gelungen, als der erste Teil. Zwar war dieser etwas kurioser und alleine deshalb einen Blick wert, aber beim zweiten Teil hat man mehr den Eindruck, als geschehen diese Dinge mit Absicht. Der etwas verschrobene Humor hat bei mir zünden können und er sorgt für eine spaßige Atmosphäre. Die Handlung ist erneut völlig nichtssagend und die Figuren sind so belanglos, wie zuvor auch schon. Sinn macht das alles nicht, aber dafür ist das handwerklich erstaunlich originell gestaltet und die Darsteller stören dabei ebenfalls nicht. Außerdem geht es wieder recht kurzweilig zur Sache und der Blutgehalt geht ebenfalls völlig in Ordnung. Weiterhin nur etwas für echte Slasherfans, wer aber den ersten Teil zumindest ansatzweise gut fand, sollte "Slumber Party Massacre 2" eine Chance geben!

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 Teil der Serie 'Slumber Party Massacre' 
 The Slumber Party Massacre (1982)  
 Slumber Party Massacre II (1987)  
 Slumber Party Massacre III (1990)  
 
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