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Kritik von Gerald Holmer zu 'Das Leben der Anderen'

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Kritik von Gerald Holmer
veröffentlicht am 26.07.2017
100%
"Das Leben der Anderen" ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2006. Mit seinem Langfilmdebüt gelang Florian Henckel von Donnersmarck, der auch das Drehbuch verfasst hat, ein weltweiter Besuchererfolg. Das Drama stellt den Staatssicherheits-Apparat in den Mittelpunkt und setzt sich zudem ernsthaft und kritisch mit der Geschichte der DDR auseinander.

Ost-Berlin 1984/85. Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) mit der Akten-Kennummer HGW XX/7 wird damit beauftragt, in einem sogenannten "Operativen Vorgang" belastendes Material gegen den Theaterschriftsteller Georg Dreyman (Sebastian Koch) zu sammeln. Der zunächst linientreue Wiesler hält den Künstler selbst für beobachtenswert und erhält schließlich den Auftrag von Kulturminister Hempf (Thomas Thieme) und Oberstleutnant Grubitz (Ulrich Tukur), den Mann zu überwachen. Allerdings handelt Hempf nur in Eigeninteresse, denn er will sich an Dreymans Freundin, die Theaterschauspielerin Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck), heranmachen. Durch die Rund-um-die-Uhr-Überwachung erfährt Wiesler die intimsten Details der Künstler und er beginnt langsam, seine eigenen Überzeugungen in Frage zu stellen. Das Eintauchen in das Leben der anderen, in ein Leben von freiheitlichen Gedanken und Liebe, führt ihm allmählich das eigene, triste Dasein vor Augen. Von nun an fälscht er Kontrollberichte und unterschlägt weiteres belastbares Material. Dafür müssen einige Beteiligte einen hohen Preis bezahlen. Vier Jahre später fällt die Mauer und alles verändert sich.

Ein klasse Film, der zurecht viele Auszeichnungen (u.a. einen Auslands-Oscar) und Kritikerlob erhalten hat. Dabei ist das Drama wohltuend weit weg von Ostalgie-Spaßfilmen wie "Sonnenallee" oder "Good Bye, Lenin!". Beeindruckend ist vor allem die schauspielerische Leistung Mühes als Stasi-Hauptmann: wortkarg, kühl und intelligent, aber gleichzeitig auch verletzlich und einsam. Der Film mag historisch etwas ungenau sein, aber es handelt sich dabei schließlich auch um Fiktion und um keine Dokumentation.

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