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Kritik von Robert Tiesler zu 'Begabt - Die Gleichung eines Lebens'

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Kritik von Robert Tiesler
veröffentlicht am 09.09.2017
90%
Schule? Darauf hat Mary (Mckenna Grace) ja überhaupt keine Lust. Aber der Siebenjährigen lässt Frank (Chris Evans) keine Wahl. Er könne ihr nichts mehr beibringen, sagt er. Frank nicht nicht Marys Vater, sondern ihr Onkel. Marys Mutter hat sich das Leben genommen, als das Mädchen ein halbes Jahr alt war. Frank hat das Kind damals zu sich genommen.
In der Schule stellt die Lehrerin sehr schnell fest, dass Mary kein normales Kind ist. Mary ist hochbegabt, und sie braucht anderen Unterricht an einer anderen Schule. Das Kind würde sogar ein Stipendium bekommen - aber Frank lehnt ab. Er möchte, dass Mary als normales Kind aufwächst. Aber ist das wirklich das Richtige für sie? Braucht Mary nicht doch eine spezielle Förderung. Als sich Franks Mutter (Lindsay Duncan) nach langer Zeit wieder meldet, entwickelt sich um diese Frage ein Streit. Aber auch Frank ist sich nicht sicher, was das Beste für Mary ist.

"Begabt - Die Gleichung eines Lebens" ist ein berührender und spannender Film. Er erzählt von einem Familienschicksal, aber von Chancen, die das Leben bietet. Denn die Frage, die sich Frank stellt, ist, was er aus dem Leben seiner Ziehtochter machen soll. Soll er sie ausschließlich vor den Anstrengungen behüten? Soll er ihr ein mögliches Leben, das ihr eine Karriere bietet, vorenthalten? Wie Frank diese Frage beantwortet, das ist fast durchweg packend.
Das liegt aber auch an den tollen Darstellern - allen voran die kleine Mckenna Grace, die das begabte Mädchen hinreißend darstellt. Sie spielt eine begabte Mathematikerin, und Grace ist definitiv eine begabte Schauspielerin. Aber auch Chris Evans kann als zweifelnder Erwachsener überzeugen.
"Begabt" ist Erzählkino vom Feinsten!

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