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Kritik von Martin Zopick zu 'The Dressmaker - Die Schneiderin'

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Kritik von Martin Zopick
veröffentlicht am 12.11.2017
95%
Kate Winslet als Myrtle/'Tilly' kehrt nach 25 Jahren als anerkannte Schneiderin in ihr Heimatdorf im Outback zurück. Sie will sich mit ihrer Mutter Molly (Judy Davis mit unglaublichem Mut zur Hässlichkeit) versöhnen. Damals hatte man sie aus dem Dorf Dungatar wegen eines Mordes an einem Klassenkameraden Steward gejagt, den sie natürlich nicht begangen hatte.
Der ausdrucksstarke Score von David Hirschfelder begleitet das Geschehen nicht nur, sondern passt sich der Situation jeweils an und setzt Akzente manchmal klanglich in Richtung Western.
Neben dieser Mutter-Tochter Problematik gibt es noch eine Liebesgeschichte zwischen Tilly und dem örtlichen Rugby Star Teddy (Liam Hemsworth). Beide Handlungsstänge werden nicht zur Zufriedenheit aller enden, machen aber den Weg frei für ein optisch äußerst eindrucksvolles Finale mit eher symbolhaftem Wert. Tilly kam und ging wieder. Auf einem Plakat hält sie ein Feuerzeug in der Hand...
Neben der Aufklärung von ihrem nicht begangenen Mord liefert der Film aber ein pralles Dorfidyll mit vielen amüsanten Details: liebenswert der Dorfdepp Barney (Gyton Grantley), der mit dem Golfball Unheil anrichtet. Tilly schneidert für das ganze Dorf Haute Couture Kleider. Besonders gelungen ist die Verwandlung von Trudy (Sarah Snook) vom hässlichen Entlein zum Vamp. Der Dorfpolizist (Hugo Weaving) ist eine Transe und in manchen Ehen wird Klartext geredet. So wird aus dem willigen Dummchen 'Mausi' (Alison Whyte) ein Tiger, der Ehemann Evan (Shane Bourne) sehr wehtut. Seine ungeahnte Vaterschaft gibt ihm den Rest.
Das pyrotechnische Finale hat wohl eher symbolischen Wert, ist aber optische äußerst eindrucksvoll. Rote Stoffbahnen werden zu 'Roten Teppichen', die Tilly für sich ausrollt.
Der aufzuklärende Krimi macht es spannend, farbenprächtige Roben erhellen das triste Kaff und setzen das hervorragende Ensemble ins rechte Licht. Und das runde Dorfidyll setzt einen Treffer neben den anderen. Auch eine gewisse emanzipatorische Entwicklung kann man nicht verleugnen. Tilly ist nach all diesen Rückschlägen stärker geworden und der Zuschauer gut unterhalten.
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