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Kritik von André Gerstenberger zu 'Masters of the Universe'

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Kritik von André Gerstenberger
veröffentlicht am 07.11.2017
85%
Dolph Lundgren als He-Man. Das klingt nicht nur abenteuerlich, es ist in der Tatsache ein saumäßig geiler Spaß, ihm zuzusehen.
Als der Film damals veröffentlicht wurde, hat man sich darauf gefreut, wenn ein Film dieser Art in die Kinos kam. Aus heutiger Sicht dient dieser Film zur reinen Belustigung. Denn zeitgemäß ist dieser Film nun wahrlich nicht mehr. Es ist eine Aneinanderreihung, von komödiantischen Szenen. Dolph Lundgren agiert dabei wieder einmal mit der gewohnten Art eines Charakters, der für ihn perfekt zugeschnitten wurde. Er darf wieder einmal ordentlich austeilen und die Kostüme sehen wirklich lustig aus. Also ich hatte meinen Spaß. Vor allem Frank Langella der als "Skeletor" zu sehen war, sorgte bei mir für einige Lachanfälle. Ich konnte keinen der Charaktere wirklich ernst nehmen. Ich denke das war auch nicht das Ziel des Regisseurs. Gary Goddard der Film für verantwortlich war, hatte zuvor keinerlei Erfahrungen als Regisseur. Eines muss man ihm aber lassen, es ist ihm gelungen, zumindest es wie ein Kinofilm aussehen zu lassen. Der Rest wirkt wie ein Konstrukt aus fehlerhaften Zusammensetzungen. Der Film ist kein Meilenstein geworden und ich denke aus heutiger Sicht, würde keiner der Beteiligten den Film als wichtiges Stück der Kinogeschichte beschreiben. Es ist viel mehr ein Film mit hohem Budget gewesen der allerdings mehr als Edel-Trash durchgehen würde. Denn als ernst zunehmender Kinofilm würde der Film kläglich scheitern. Doch was solls, man hatte viel Spaß und ich denke schon zu damaliger Zeit, wussten die Macher worauf sie sich einlassen.
Die Effekte erinnern eben an einen typischen Film aus den 80ern. Alles sah so unheimlich dämlich aus. Teilweise gab es fragwürdige Kreaturen zu bestaunen, worüber man jetzt über die Logik streiten könnte, doch dafür ist der Film zu alt. Der Film ist eben spezielles Filmjuwel, der bei den Fans für einen gewissen Stellenwert sorgte.
Das Drehbuch ist ebenfalls sehr abenteuerlich ausgefallen. Am Anfang denkt man wird langsam in den Film eingeführt. Doch da täuscht man sich gewaltig. Von Anfang an wird einem eine geradlinige Geschichte geboten, die speziell für Dolph Lundgren zugeschnitten wurde. Er durfte sich bei der Action austoben. Vor allem das Hantieren des Schwertes sorgte bei mir für einige Lacher. Genau deswegen mag ich ihn, da Dolph Lundgrens Moves einzigartig in Szene gesetzt werden.
Dabei sind Dinge, wie Kameraführung, Schnitt oder Dialoge schon fast irrelevant, wobei der Film so einige coole Dialoge parat hält. Mit einer Art und Weise wo sich heutige Autoren in die Hosen scheißen würden, weil es nicht ihrem intellektuellen Anspruch entspricht. Doch ich bin es Leid, wenn man bei jeder Art von Film so etwas wie Anspruch oder Vernunft mit einbringen möchte. Damals ließen die Autoren ihrer Fantasie freien Lauf und oftmals sind richtig geile Sprüche dabei entstanden. Ich persönlich rede dabei nicht aus Nostalgie gründen, um mich an alte Filme zu klammern. Doch eines ist Fakt: Was Sprüche und Dialoge angeht, waren die Filme damals legendär und dieses Niveau wird heutzutage nicht Ansatzweise erreicht.
Auch wenn die damaligen Film dadurch einiges an Glaubwürdigkeit und Authentizität eingebüßt haben, waren sie für die damalige Gesellschaft ein herrlicher Spaß, womit sich leider nur wenig Leute heute noch daran erfreuen können.

Fazit: Eine herrliche Actionsause mit unheimlich Charme und Liede zum Detail, da man genau wusste, worauf man sich einlässt. Dinge wie künstlerischen Anspruch oder einen Funken von Logik, waren zu dieser Zeit ohnehin nicht von Belang. Mag zwar aus heutiger Sicht nicht mehr wirklich zeitgemäß sein, aber für die Freunde des gepflegten Trashs, werden bestens unterhalten. Dolph Lundgren war schon damals eine coole Socke!

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