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Kritik von Michael Scharsig zu 'Der Nebel'

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Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 01.08.2010
85%
Stephen-King-Verfilmungen waren für mich schon so etwas wie ein begrabenes Genre. Umso mehr erfreute es mich, als ich "Der Nebel" das erste Mal sehen durfte.

Direkt in der Eröffnungsszene wird der Nebel gezeigt, 15 Minuten später geht es dann auch schon los. Fantastisch wie hier die Charaktere nah genug an den Zuschauer gebracht werden, ohne dabei überhastet zu wirken, nur weil es ohne viel Drumherum sofort spannend wird. Auch die Location und die Optik sind eindrucksvoll. Der Hinterwäldlerort passt, und dass sich über 90% der Filmlänge im selben Gebäude abspielen stört hier überhaupt nicht.

Zu den Schauspielerleistungen kann ich hier leider nur Thomas Janes hervorheben. Sicherlich einer seiner besseren Filme aber wie eben schon erwähnt funtkionieren auch die anderen Charaktere. Es wird klar definiert wer Sympathien erweckt und wer nicht. Allen voran die gläubige Predigerin, die aber so intensiv dargestellt wird, dass sie bisweilen richtig nervt. Gewollt oder nicht.

Mir gefällt, wie in einem Horrorfilm dieser Güte trotzdem witzige Momente mit eingebaut wurden, ohne dass sie unpassend erscheinen. Für eine Stephen King Verfilmung jedenfalls schon sehr interessant. Der große Pluspunkt des Filmes ist aber, dass er schonungslos ist. Hier wird vor dem Tod einer pubertierenden Aushilfe des Supermarkts genauso wenig Halt gemacht, wie vor einem liebenden Pärchen, der Frau des Hauptcharakters oder anderen "potenziellen Überlebenden".

Vor allem das Ende schockt. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, aber das Ende wird einem sehr makaber bis sarkastisch erscheinen und es überlebt nicht längst jeder, bei dem man es erwartet. Da geraten zweitklassige Special-Effects in den Hintergrund, auch weil die Endzeitatmosphäre davon ablenkt. Die Abgründe der Menschen, die sich zeigen, wenn sie Angst haben, stehen hier eindeutig im Vordergrund, verglichen mit den "Bestien".

Eines sei noch gesagt: Mit "Fog - Nebel des Grauens" hat dieser Streifen nichts zu tun. Ein Film ohne Happy End, der wirklich Eindruck hinterlässt! Sehr empfehlenswert!

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