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Kritik von Elke König zu 'Allied - Vertraute Fremde'

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Kritik von Elke König
veröffentlicht am 12.10.2017
95%
Inhaltsangabe:

1942 Casablanca: Der kanadische Geheimdienstoffizier Max Vatan (Brad Pitt) soll zusammen mit Marianne Beausejour (Marion Cotillard), eine Widerstandskämpferin der französischen Résistance, den deutschen Botschafter ermorden. Die Mission ist ziemlich gefährlich und auch ihr eigenes Leben steht auf dem Spiel. Im Angesicht der brenzligen Situation verlieben sie sich ineinander.

Die Mission können sie erfolgreich beenden. Max kehrt nach London zurück und holt Marianne rasch nach, die inzwischen mit der gemeinsamen Tochter schwanger ist. Sie heiraten und beziehen ein kleines Reihenhaus in einem Londoner Vorort.

Ein Jahr nach der Geburt der Tochter erfährt Max, dass die britische Regierung seine Frau für eine deutsche Spionin hält. Für ihn ist es absolut undenkbar, dass sie bei der Zerschlagung des französischen Netzwerkes die Identität der verstorbenen Marianne Beausejour angenommen haben soll. Er versucht seine Vorgesetzten davon zu überzeugen, dass sie sich irren. Aber er muss sich dem Befehl ergeben und hat 72 Stunden Zeit, die Unschuld seiner Frau zu beweisen. Ist sie tatsächlich eine deutsche Spionin, muss er sie eigenhändig ermorden, sonst muss auch er daran glauben.

Die Zeit beginnt zu laufen ...

Mein Fazit:

Was für eine Überraschung! Ich hatte irgendwann am Rande mal mitbekommen, dass Marion Cotillard und Brad Pitt einen gemeinsamen Film gemacht haben. Meine Erwartungshaltung war nicht groß und umso überraschter bin ich.

Der Film von Robert Zemeckis glänzt durch wahrhaft eindrucksvolle Bilder und starken Schauspielern. Das Drehbuch gibt sein kleines Quentchen noch hinzu und das Team für Setting und Kostüme hat beeindruckende Arbeit geleistet. Mit einem Budget von 85 Millionen Dollar wurde wirklich eine komplette Welt geschaffen - in Casablanca und London. Es wirkte alles so real und echt, die Autos, Kostüme, das kleine Haus und die schrullige Tapete!

In ruhigen, aber dennoch atmosphärisch ziemlich dichten Bildern wird hier eine Liebesgeschichte mit einem Thriller geschickt verknüpft, wo auch mal unvermittelt geschossen wird. Ich schrak ein paar Mal zusammen. Die musikalische Untermalung unterstrich noch die spannungsgeladenen Momente.

Brad Pitt und Marion Cotillard haben die Chemie eines sich liebenden Paares überzeugt gespielt. Der eine oder andere schmachtende Blick, zaghaftes Lächeln, durchaus ergreifende Liebesszenen, die Geburt des Kindes in einer Bombennacht. Ja, sie haben es wirklich verkörpert und ich wurde nicht eine Sekunde enttäuscht. Brad Pitt wirkt in seiner Persönlichkeit gereift und gesetzt und kann dies auf seine Figur Max Vatan übertragen. Aber auch die anderen Darsteller waren durchaus überzeugend.

Am Ende wird es dramatisch und ergreifend und das auch wieder so unvermittelt, aber logisch in der Konsequenz, auch wenn man sich vielleicht was anderes wünscht. Die zwei Stunden waren im Nu verflogen, es kam nicht eine Sekunde Langeweile auf.

Für mich ist dieser Film ein echter Geheimtipp, der mich vollends überzeugen konnte; 95% vergebe ich dafür.

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