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Kritik von Hans-Jürgen Prechtl zu 'Kingsman - The Golden Circle'

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Kritik von Hans-Jürgen Prechtl
veröffentlicht am 22.09.2017
90%
Ein Trailer ist ein aus einigen Filmszenen zusammengesetzter Clip zum Bewerben eines Kino- oder Fernsehfilms, eines Computerspiels oder einer anderen Veröffentlichung. Der Zweck eines Trailers ist es, dem Publikum einen Vorgeschmack auf das beworbene Produkt zu geben und natürlich Werbung für dieses zu machen.
Kingsman - die souverän agierende Organisation gegen das internationale Verbrechen ist immer zur Stelle, wenn der Weltfriede auf dem Spiel steht. Unter höchster Geheimhaltung schalten ihre Agenten jeden noch so bösen Schurken mit Raffinesse und Eleganz aus. Stets in bestem Zwirn gekleidet ist ein Kingsman der Inbegriff eines englischen Gentlemans. Manieren zeichnen ihn ebenso hoch aus wie sein selbstloser Einsatz für das Gute. Hinter der Fassade einer altehrwürdigen elitären Maßschneiderei in London verbirgt sich das hochmoderne Kingsman Hauptquartier. Hier steht den Agenten ein Arsenal an technisch ausgefuchsten Utensilien für alle Lebenslagen bereit. Auf in den Kampf!

Klingt das nicht alles etwas angestaubt und erinnert stark an James Bond und dergleichen? Doch bewusst sattelt "Kingsman" Regisseur Matthew Vaughn diesen alten Klepper, füttert ihn mit Extasy und ab geht die Post. "Kingsman: The Secret Service" trabte 2015 daraufhin los und überraschte das weltweite Kinopublikum. Die erfrischend andere Version von Geheimagenten begeisterte auf ganzer Linie. Ebenfalls mit Schirm und Charme, aber ohne Melone erlebte das Agentengenre eine fulminante Renaissance. Der Mix aus Parodie, Wahnwitz und überspitzter Gewaltdarstellung zündete beim Publikum sofort und der dabei mitschwingende Humor machte daraus einen süffigen Cocktail mit Suchtpotenzial.

Mit "Kingsman: The Golden Circle" folgt nun der nächste Streich. Maßgeschneidert fügt sich Teil 2 im Kingsman-Universum ein und legt entsprechend los. "Kingsman: The Golden Circle" ruht sich aber nicht auf den verdienten Lorbeeren von Teil 1 aus. Im Gegenteil: Die grandiose Actionkomödie sprüht wieder nur so vor originellen Ideen. Im durchweg sympathischen Ambiente von "Kingsman: The Golden Circle" kommt der Spaßfaktor unbestritten an erster Stelle, ohne je albern zu wirken. Während der 141 Minuten, die der Film an Laufzeit mitbringt, schleicht sich keinen Moment Langeweile ein. Zu verdanken ist das in erster Linie den zahlreichen Charakteren, welche in höchst abwechslungsreiche Abenteuer gestürzt werden. Neben Taron Egerton, Colin Firth und Mark Strong dürfen sich diesmal auch Jeff Bridges, Channing Tatum, Julianne Moore und Halle Berry austoben. Der interessanteste Neuzugang ist aber zweifelsohne Pedro Pascal ("Narcos"), welcher als Lasso schwingender Agent "Whiskey" viele Akzente setzen darf. Als Bonus gibt es obendrein Sir Elton John, der eine höchst amüsante Karikatur seiner selbst abliefert.

Doch das ist längst nicht alles, was in "Kingsman: The Golden Circle" hervorsticht. Zum KINGSMAN-Universum gehören auch immer realitätsferne Ausritte, die mit viel Herzlichkeit und Witz glänzen. Nicht selten hat man das Gefühl, einem Superheldenfilm a la "X-Men" beizuwohnen, wären da nicht die adretten Gentlemen, die mit ihrem selbstbewussten Auftreten und augenzwinkerndem Humor das Bild wieder ins rechte Licht rücken. Action wird dementsprechend fantasievoll und mit Würde zelebriert, sodass ein verschmitztes Lächeln als Belohnung winkt. Dazu ist die Action bis aufs Gramm genau dosiert, sodass sich kein Overkill aus Explosionen, Verfolgungsjagden und Schießereien in den Vordergrund drängt. Und würde das nicht schon ausreichen, kristallisiert sich der Soundtrack aus orchestralen Pathoshymnen und schmissigen Popsongs vergangener Tage als ein weiteres gelungenes Markenzeichen heraus.

"Kingsman: The Golden Circle" ist eine direkte Fortsetzung mit vielerlei Bezügen zum Vorgänger. Allein schon beim Drehbuch zeigt sich deutlich, dass der Erstling als Schablone für den Nachfolger diente. Doch keinesfalls entstand daraus etwas Nachteiliges. Nach dem Motto: "never change a winning team" bleibt man der Erfolgsformel von "Kingsman: The Secret Service" treu, legt aber mit derart vielen erfrischend neuen Ideen nach, dass es für zwei Filme gereicht hätte. Die einfach gestrickte Geschichte umschifft Regisseur Matthew Vaughn mit trickreichen Einfällen und vergisst dabei auch nicht, denkwürdige Momente mit einzubauen. Wie zuvor in "Kick-Ass" und "Kingsman: The Secret Service" beweist Regisseur Matthew Vaughn auch in "Kingsman: The Golden Circle" wieder, welches große Talent er innehat. Sein Popcorn-Kino stellt alle Konventionen auf den Kopf, genau richtig, um den traditionellen Blockbustern erneut den Hintern zu zeigen. Irrwitzig, cool und überaus unterhaltsam dreht "Kingsman: The Golden Circle" den Zuschauer mit Begeisterung durch den Wolf!

Mehr muss man zu "Kingsman: The Golden Circle" nicht wissen. Sowohl Inhaltsangabe wie auch Trailer schmälern nur das würdige Kinoerlebnis. Jedoch empfehle ich ausdrücklich, vor dem Kinobesuch noch mal "Kingsman: The Secret Service" auf DVD oder Blu-ray zu schauen. Der Spaß wird dadurch umso größer!

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