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Kritik von Robert Tiesler zu 'Zeit für Legenden - Die unglaubliche Geschichte des Jesse Owens'

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Kritik von Robert Tiesler
veröffentlicht am 11.08.2016
70%
Eine Staffel (engl. Season) einer TV-Serie besteht meist aus 10-24 einzelnen Episoden, die dann oft durch eine längere Drehpause getrennt sind.
1936, Olympia in Berlin. In der deutschen Hauptstadt ist das neue Olympiastadion der Ort für den Sport - und für die Nazipropaganda. Dass die USA überhaupt mit einem Team an den Spielen teilnimmt, sorgt für Proteste. Aber sie bringen einen echten Helden hervor, und passend zum 80. Jahrestag und den gerade laufenden olympischen Sommerspielen in Rio, ist dieser Film in die Kinos gekommen: "Zeit für Helden", die Geschichte von Jesse Owens in Berlin.

1934 beginnt der Leichtathlet Jesse Owens (Stephan James) in Ohio das Training. Sein Ziel: Olympia. Aber er muss sich durchbeißen, und das nicht nur sportlich. Schwarze haben in den USA einen schweren Stand, die Diskriminierung ist alltäglich. Als er aber erste Wettbewerbe gewinnt, steigt auch sein Ansehen.
Kurz vor der Eröffnungsfeier in Berlin, will die schwarze Community auf ihn Einfluss nehmen: Sie bittet ihn, nicht nach Berlin zu reisen, nicht den Nazis eine Bühne zu geben, stattdessen ein Zeichen zu setzen.
Owens reist dennoch nach Berlin. Er will es allen zeigen, und jeder Nazi weniger auf dem Siegertreppchen, sei ein gutes Zeichen.

Der deutsche Titel "Zeit für Legenden" ist leider etwas schmalzig geraten, im Original heißt der Film von Stephen Hopkins schlicht "Race". Interessant ist er aber natürlich trotzdem. Er zeigt, wie Jesse Owens sich mit allen damaligen Widrigkeiten auseinandersetzen musste. Schließlich hätten die Deutschen gern andere - nicht schwarze - Sieger Gold gewinnen sehen. Er gibt aber auch einen kleinen Einblick, wie die Deutschen ihre Spiele für ihre Propaganda missbrauchten.
Als die Nazis erreichen, dass das US-Team die beiden Juden aus der Staffellauf-Liste streicht, muss sich aus Owens entscheiden, wie er damit umgeht.
"Zeit für Legenden" ist ein solides, sehenswertes Porträt und Drama. Einige Rollen sind auch mit deutschen Schauspielern besetzt. Joseph Goebbels wird von Barnaby Metschurat gespielt, der deutscher Rennläufer Carl Long von David Kross.

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