Autorenfilmer
Kevin Smith knüpft elegant an seinen mittlerweile Kult gewordenen Low-Budget-Film "
Clerks" an, und das über zehn Jahre später. Da nun doch deutlich mehr Geld und bessere Mittel zur Verfügung standen, wurde ordentlich aufpoliert: schicke Kamerafahrten, teurer Soundtrack, große Sets - kurz gesagt: weg vom B-Movie. Dabei wurde das wichtigste aber nicht vergessen. Die schrägen Hauptfiguren aus
Teil 1 sind immer noch da, haben sich kaum verändert und reden wieder auf hochamüsante Weise über kranken Scheiß. Mit
Rosario Dawson ("
Death Proof") als hübsche Ladenchefin und
Trevor Fehrman als liebenswert trotteliger Angestellter fanden sich zwei wertvolle Neuzugänge.
Die zwei heimlichen Helden des Films, die ewig herumlungernden Drogendealer Jay und Silent Bob, sind witzig wie eh und je. Die zwei Verkäufer Dante und Randal machen eine deutliche Entwicklung durch, was thematisch auch in Mittelpunkt des Films steht. Diesmal geht es weniger um das verrückte Leben an sich als um das Erwachsenwerden bzw. das Erwachsen-geoworden-sein, wahre Freundschaft und natürlich Liebe. Mit den Hauptdarstellern reifte die Story. Durch Dantes Konflikt mit den zwei Frauen, zwischen denen er steht, avanciert "Clerks 2" sogar fast zu einer Romantikkomödie, kriegt aber die Kurve, da der derbe Charme des Originals nicht verloren ging. Denn erneut liefert man sich schonungslose und geniale Wortgefechte über sexuelle Vorlieben und Fantasyfilme.
Zwar wirken einige der neuen Ideen für die Fortsetzung etwas verbraucht, aber unterm Strich ist "Clerks 2" eine gelungene Komödie, mit einem klaren komödiantischem Höhepunkt (die Esel-Show); ein teils recht sentimental geratener, aber trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb würdiger Nachfolger für Smiths Erstling von 1994. Im Abspann lassen sich übrigens noch einige interessante Infos finden, die zeigen, dass der Regisseur in diesen Film wirklich sein Herz steckte.