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Kritik von Elke König zu 'Public Enemies'

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Kritik von Elke König
veröffentlicht am 24.08.2009
60%
Amerika 1933: Es ist Weltwirtschaftskrise, die Leute sind arbeitlos und haben kein Geld. Die Stimmung im Land ist allgemein gedrückt.

John Dillinger (Johnny Depp) verhilft seinen Bandenmitgliedern zu einem Gefängnisausbruch aus dem Staatsgefängnis von Indianapolis, wo er gerade selbst entlassen worden war. Um sich das Leben zu finanzieren, überfällt er mit seiner Bande Banken. Da er trotz aller kriminellen Energie das einfache Volk verschont, wird er bald in Chicago als moderner Robin Hood gefeiert.

Special Agent Melvin Purvis (Christian Bale), FBI, wird von J. Edgar Hoover (Billy Crudup) beauftragt, in Chicago die Bande um John Dillinger und ihn selbst zu fassen. Es ist bereits ein Kopfgeld in Höhe von 25.000 Dollar auf ihn angesetzt. Doch Melvin Purvis entwischt den Staatsfeind Nr. 1 immer wieder.

Selbst, als sie Dillingers Geliebte Billie (Marion Cotillard) beschatten, entwischt er ihnen. Als die Regierung das Gesetzt beschließt, die Verfolgung über die Staatsgrenzen hinaus zu ermöglichen, wird Dillinger von seinen Freunden im Stich gelassen und einer nach dem anderen von Purvis' Männern erschossen. Für Dillinger wird es eng, aber da gibt es noch Billie, die vorbehaltlos zu ihm hält.

Mein Fazit: Ich bin mit einer ziemlich hohen Erwartungshaltung ins Kino gegangen. Johnny Depp war für mich bislang immer ein Garant für gute und unterhaltsame Filme, nicht zuletzt durch seine brilliante Schauspielkunst und seinem feinen Gespür für gute Drehbücher.

Bei diesem Film muss ich allerdings passen. Die Geschichte um John Dillinger wird in diesem Film mit großer Distanz zum Zuschauer erzählt. Ich habe nur wenige Augenblicke erlebt, wo ich tatsächlich mit eintauchen konnte und wo der Film mich visuell und inhaltlich überzeugen konnte. Aber meist hatte ich Probleme, der unruhigen Kameraführung zu folgen; sie wirkte laienhaft und es wackelte sehr häufig. Große Teile des Films waren aber eher langweilig, durch einfache Dialoge und die lahme Handlung. Viel Geballer und seriös wirkende Gangster (Hut und Mantel) konnten für mich den Film nicht aufwerten, auch wenn das einen Hauch von Echtheit rübergab. Die Kulisse, die Autos, Frisuren etc. waren schon glaubhaft und gaben dem Film einen nostalgischen Hauch. Aber diese konnten den Film nicht wirklich nachhaltig aufpeppen.

Die Schauspieler waren soweit okay, alle mehr oder weniger bekannt. Aber ich kann nicht sagen, wer besonders gut oder besonders schlecht war. Johnny Depp war für mich überzeugend, aber die Mängel am Drehbuch konnte er auch nicht ausbügeln.

Insgesamt gesehen war der Film eine große Enttäuschung für mich und bekommt daher nur 60% von mir.

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