Die Vereinigten Staaten in den 1930er Jahren. Das Land ist gebeutelt von der Weltwirtschaftskrise, und kriminelle Gangs treiben ihr Unwesen. Allen voran ist dabei John Dillinger (
Johnny Depp), der sich auf das Ausrauben von Banken spezialisiert hat. Sein flottes Springen über den Tresen und seine Grosszügigkeit, den Kunden der Bank das Geld wiederzugeben, hat ihn allerdings recht beliebt gemacht bei vielen Amerikanern. Nicht so bei J. Edgar Hoover, dessen Federal Bureau of Investigation (FBI) noch in den Kinderschuhen steckt. Er setzt Agent Melvin Purvis (
Christian Bale) darauf an, Dillinger und seine Crew auszuschalten.
Basierend auf wahren Begebenheiten weist der Film eine tiefe Originaltreue auf. Vieles musste ausgelassen werden, aber die Geschichte ist dennoch in sich geschlossen und stimmig. Mit recht nüchternen, dunklen Farben zeichnet
Mann ein Gefühl der Hilflosigkeit seitens der Bundespolizei, welches der Arroganz und Überheblichkeit der Kriminellen gegenübersteht. Allein die grosszügige Verwendung von Handkamera, welches bereits bei "
Miami Vice" zu beobachten war, gibt dem Film einen gewissen Hauch an Realität. Zudem hat Kameramann
Dante Spinotti ein Gespür dafür, gewisse Stimmungen mit seiner Kamera einzufangen.
Fuer das breite Publikum ist der Film allerdings nicht. Vieles wird lediglich angedeutet und der Zuschauer wird dabei in die Lage versetzt, die Lücken zu füllen, die lediglich visuell erzählt werden. Dem anspruchsvollen und aufmerksamen Publikum wird dies jedoch leicht fallen. Im Ganzen ein gelungener Film, der durch die hervorragenden Leistungen von Christian Bale, Johnny Depp und
Marion Cotillard zu einem sehenswerten Film avanciert.